Das Netz als Karte

Reportage für Breitband

Eine jahrhundertealte Kulturtechnik zur Problemlösung ist die Kartografie. Mit Landkarten, Organigrammen oder Mindmaps versuchen wir, die Welt besser zu verstehen und ihre Vielfalt in den Griff zu kriegen. Im digitalen Zeitalter bekommt Kartierung eine ganz neue Dimension. Wir surfen mit GoogleEarth um den Globus, geben bei Facebook oder Foursquare ein, wo wir gerade sind, bauen mit der OpenStreetMap eine nutzergenerierte Weltkarte und zeichnen durch Geotags unsere Position und Bewegung nach. Wie verändert das Netz als Karte unser Verständnis von Raum, Zeit und uns selbst? Damit beschäftigt sich die Ausstellung “Tracing Mobility” in Berlin, die in dieser Woche eröffnet wurde. Ich habe sie besucht und mit einigen der Künstler gesprochen. >> Mp3 hören



 
Bild: Simon Faithfull, “Going Nowhere 2011” (Ausschnitt)