Slow Media

NetzReport für DRadio Wissen
Sabria David hat das "Slow Media"-Manifest verfasst
Immer schneller werden heute Informationen generiert, abgerufen und ausgetauscht. Dabei scheint die Fähigkeit zur Konzentration und zum bewussten Umgang mit Informationen mitunter auf der Strecke zu bleiben. Die Verfasser des Slow Media Manifests fordern deshalb: Slow down! Aber was heißt das konkret? Sollen wir etwa zurück in die Netzsteinzeit? Zum Beitrag…

Fortschritt: Explosion der Optionen

Wie Futurologen die Entwicklung künstlicher Intelligenz sehen
Beitrag für Dradio Wissen NetzReporter
Christian Heller
Die technologische Singularität ist das Kambrium unter den Möglichkeitsräumen. Der Begriff aus der Futurologie steht für einen Punkt in der Zukunft, an dem Maschinen künstliche Intelligenz entwickeln und den technischen Fortschritt in unvorhersehbare Bahnen lenken. Eine Explosion möglicher Optionen entsteht. Netz-Querdenker und Futurologe Christian Heller, auch bekannt als Plomlompom, erklärt, wie die Zeit nach der Singularität aussehen könnte. Beitrag hören…

Keine Pepsi für die Wissenschaft

ScienceBlogs-Community protestiert gegen Advertorial

erschienen auf: Breitband

Redaktionelle Inhalte und Werbung sollen unterscheidbar sein, das ist ein journalistischer Grundsatz. Doch immer wieder schleichen sich “Advertorials” in vermeintlich unabhängige Publikationen ein: Als Journalismus verkleidete Werbung, zum Beispiel in Form von als Artikeln aufgearbeiteten Pressemitteilungen. Dass das auch bei Bloggern auf Kritik stößt, musste kürzlich die Blogplattform ScienceBlogs schmerzhaft feststellen. Nachdem ScienceBlogs ein von der Firma Pepsi gesponsertes Blog veröffentlichte, verließen wichtige Blogger die Plattform. Mehr…

Village Telco – Telefonie für Entwicklungsländer

Beitrag auf DRadio Wissen

So könnte die Mesh Potato in der Serie aussehen. Foto: Steve Song, CC/Flickr - http://www.flickr.com/photos/shuttleworth/3784553149/Jeder Wellblechhütte ihre Mesh Potato, das ist die Vision von Corinna Aichele. Das Gerät, an dem die Berliner Funk-Technikerin derzeit arbeitet, soll die Telefon-Anbindung in Entwicklungsländern verbessern – mittels Mesh-Technologie. Dabei werden konventionelle WLAN-Router umprogrammiert und miteinander per Funk so verschaltet, dass sie die Knoten eines Netzes bilden. Je mehr Router hinzukommen, desto mehr „Meshes“, also „Maschen“, hat das Netz. Ein lokales Funksystem entsteht, über das man nicht nur Daten und Internetzugänge teilen kann, sondern auch digital telefonieren. >Beitrag hören

Online Radio Master in Halle

Online Radio Master - LogoUm die Zukunft des Radios im Netz geht es beim neuen Online Radio Master in Halle. Zum Start durfte ich das ORMA-Team im März in die Blog- und Twittersphäre katapultieren. Viel Schubsen war nicht nötig, die Studiengangsmacher fühlten sich gleich wohl im Social Web. Seit dem eintägigen Workshop twittert und bloggt das Orma-Team ins Netz. Noch heißt es „Baustelle Radio“, bald ist das vorbei: Im Oktober beginnt der Studiengang. Jule Eikmann von deutschlandradio Breitband und ich werden dann das Modul zu Online-Redaktion und Social Media lehren. Stay tuned!
„Online Radio Master in Halle“ weiterlesen

Nie mehr tonlos zwitschern!

Mikroblogging-Dienste für Tonaufnahmen im Überblick

birds like to ... Picture by Migraine Chick on Flickr: http://www.flickr.com/photos/migrainechick/3196533447/ CC Generic 2.0: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/erschienen auf Breitband

Wenn die Netzvögel zwitschern, hört man höchstens Tasten klappern. Twitter hat zwar den Vogel zum Icon und das Getschilpe zum Programm erhoben, doch die 140-Zeichen-Nachrichten auf dem Mikroblogging-Dienst bestehen vor allem aus einem: Text. Der bewegt sich lautlos durchs Netz, hyperverlinkt zwar hier und da, aber nicht so wirklich audiofreundlich. Das Potenzial der Verbindung von Audio, Mikroblogs und Netzwerken wollen verschiedene Dienste erschließen, die speziell auf Audio-Mikroblogging ausgerichtet sind. Mehr…

Bild: „birds like to …“ by Migraine Chick on Flickr. CC Generic 2.0.

Bioplastik zum Selberkochen

Mit Zutaten aus dem Supermarkt Kunststoff herstellen

Beitrag auf Dradio Wissen

Im Pazifik rotiert ein Müllwirbel, der Berg aus Plastik wächst. In Teilen des Meeres wird mittlerweile sechsmal soviel Plastik wie Plankton gefunden, heißt es im Film „Plastic Planet“ [Anmerkung: Diese Angabe ist umstritten, siehe unten1]. Auf den Alltag der Mehrheit hat das wenig Auswirkung: Wir trinken weiter aus PET-Flaschen und bringen unsere Einkäufe in Plastiktüten heim.

Eine Alternative könnte Bioplastik aus abbaubaren Materialien sein.2 Industriell hat sich das zwar noch nicht durchgesetzt. Doch es ist gar nicht so schwer, kompostierbaren Kunststoff herzustellen. Das geht sogar in der heimischen Küche, wie einige Berliner Bastler zeigen. Ausgestattet mit Werkzeugen, die jeder zuhause hat, und Zutaten aus dem Supermarkt, kochen sie sich ihr Bioplastik selbst.

 

1Die Angabe aus dem Film „Plastic Planet“ bezieht sich nur auf einen der großen Müllstrudelwirbel und beruht auf einer Schätzung von Charles Moore für das Jahr 1998. Moores Plastik-Plankton-Verhältnis beruht auf Stichproben aus dem Oberflächenwasser und schließt nur Zooplankton, kein Phytoplankton ein. Die Schätzung wurde immer wieder zitiert, aber auch kritisiert. Zehn Jahre später betrage das Verhältnis 60:1, schätzt Moore im Buch zum Film „Plastic Planet“.

2Dass kompostierbares Plastik voraussichtlich keine Lösung für das Müllproblem der Meere darstellt, musste ich bei der Recherche für das Feature „Bioplastik statt Jutebeutel?“ (Deutschlandradio Kultur 2012) feststellen. Hier das Fazit:

Vermaschte Netze

Ein Router mit analogem Telefonanschluss soll Entwicklungsländern günstig Telefonie und Internet bringen

erschienen bei Telepolis

Elektra und die Betaversion der Mesh Potato

Berlin-Friedrichshain, kurz hinter der Modersohn-Brücke. Von den Dächern der Wagenburg leuchten Solarpanels, ein kleiner Weg führt hinunter zu den bunten Lastern und Hängern. In der Mitte, im Wagen mit der spitzesten Antenne, wohnt Corinna Aichele, in der Freifunk- und Hacker-Community Berlins als ‚Elektra‘ bekannt. Sie ist eine der Pionierinnen der drahtlosen Mesh- Technologie und arbeitet derzeit an einem neuen Gerät: Die ‚Mesh Potato‚ ist ein Router mit analogem Telefonanschluss. Das Gerät soll Gegenden mit schlechter Infrastruktur günstig und einfach mit Telefonie und Internet versorgen. Mehr…

Feminismus und Netzkultur

maedchenblog-LogoÜber Queer-Feminismus, Geschlecht im Netz und feministische Netzkultur habe ich auf der re:publica10 mit Svenja Schröder vom mädchenblog gesprochen.

Als Queer-Feministin geht es Svenja um eine geschlechtsneutrale Debatte, in der zum Beispiel auch männliche Feministen und trans-identitäre Menschen Platz finden. „Die Szene muss noch viel, viel diverser werden“, sagt sie. Zur Geschlechterdebatte der Piratenpartei meint Svenja: “Die Piratenpartei sollte das als Chance begreifen, dass Feministen sich beschweren. Sie würden sich nie bei einer Partei beschweren, die sie nicht selber für interessant hielten.”
Hier geht es zum Video-Interview auf Netzpiloten

Klangportraits

Was ist Klang, und wie erforscht man ihn?

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Darum ging es auf dem Symposium „Auditive Medienkulturen“ Mitte Februar. Kunst-, Geistes- und Medienwissenschaftler diskutierten in Siegen über eine neue interdisziplinäre Klangwissenschaft. Für die Veranstalter war ich an der Dokumentation beteiligt.

Was also ist Klang? Und was möchte die Klangwissenschaft erforschen? Ich habe einige Teilnehmer gefragt. „Klangportraits“ weiterlesen

Palestine läutet zur Transmediale

erschienen bei den Blogpiloten

Laserinstallation von Yvette Mattern vor dem Haus der Kulturen der Welt

Charlemagne Palestine sitzt im Glockenturm des Carillion vor dem Haus der Kulturen der Welt. Draußen fegt ein Schneesturm durch die Dunkelheit. Wir stapfen durch den frischen Pulverschnee, bleiben vor dem Kanzerlinnenamt stehen und schauen rüber zum Turm. Normalerweise stellt ihn die schwangere Auster in den Schatten. Doch heute ist die Nacht des Glockenturms, alle werden sich an ihn erinnern. Weiter…

Kubus muss weiter

Ein eBay-Objekt verkauft sich selbst

erschienen auf: Blogpiloten
Würfel auf Rollen„A Tool to Deceive and Slaughter“ heißt der schwarze Würfel, den Caleb Larsen gerade für über sechstausend Dollar über eBay verkauft hat. Dabei hat der schwarze Acryl-Kubus nur eine Funktion: Sich selbst wieder über eBay zu versteigern, sobald ihn der Besitzer ans Netz angeschlossen hat. Letzte Woche stellte Wired Larsens Aktion vor. Jetzt ist der Würfel verkauft und auf dem Weg zum Höchstbietenden. Larsens absurde Kunstauktion experimentiert mit Verlangen, Besitz und Marktwert – und mit sich selbst. Weiter…
Bildnachweis: http://www.flickr.com/photos/jutta/ / CC BY-SA 2.0