Das ist mein Name!

Protest fürs Pseudonym und gegen Zwang zum Klarnamen

Breitband Netzkultur


Seit der strikten Politik von Google + ist die Debatte um Klarnamen und Pseudonyme im Netz wieder in vollem Gang. Google+ möchte Profile sperren, wenn der verwendete Name nicht mit dem echten Namen der Person übereinstimmt, und hat das in einigen Fällen auch schon gemacht. Jetzt fordert eine Initiative das Recht ein, sich seinen Online-Namen selbst auszusuchen. „My name is me“ heißt sie. Ich habe mir angeschaut, wer dahinter steckt, und mit Enno Park gesprochen, der als “Ennomane” bloggt. >Mp3-Mitschnitt

Open Aid Data Conference, Internet Governance Forum

Medien und Meinungen für Breitband

Die Open-Data-Idee ist in der Entwicklungszusammenarbeit angekommen. In Berlin fand diese Woche die erste Open Aid Data Conference statt. Ich bin vorbei gegangen und habe mich umgehört, was sich die Teilnehmer durch das Öffnen von Daten für die Zusammenarbeit wohlhabender und ärmerer Länder erhoffen – nämlich mehr Transparenz und Effizienz.
Ein paar Tausende Kilometer entfernt trafen sich derweil Vertreter von Regierungen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in Kenias Hauptstadt Nairobi zum Internet Governance Forum. Wie schließt man die digitale Kluft, und wie kann das Netz gleichzeitig frei und sicher sein? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Konferenz. Der Europarat brachte seine Empfehlungen zur Netzpolitik mit.

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Die Insel am Rande des Webs

In Kuba hat die Regierung das Internet noch im Griff

Für fluter.de.

Im improvisierten Studio blättert schon das Grün von der Wand. Mit Kopfhörern auf den kurzen schwarzen Haaren steht Julito vor dem Mikro. „Sagen Sie mir nicht mehr, was ich zu schreiben, zu singen habe“, fordert der 21-Jährige. Den Song „No Intenten“, übersetzt „Versuchen Sie es nicht“, hat der Kubaner zusammen mit seinem Freund, dem Rapper El Primario, aufgenommen und auf Youtube gestellt – ein Lied über Zensur, Unterdrückung und die Sehnsucht nach Freiheit und politischem Wandel…

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Bild: Aus dem Video zu „No intenten“

Der Plastikstrand von Hawaii

Kamilo beach clean-up

O-Ton Megan Lamson aus dem Feature

Das Meer treibt die Reste der Wohlstandsgesellschaft wieder an Land. Sogar auf den Inseln von Hawaii ist der Sand von winzigen Kunststoffteilchen durchsetzt. Während Umweltschützer tapfer gegen die Plastikflut kämpfen, versuchen Ozeanografen zu verstehen, wie der Müll die Meere durchquert. Beitrag nachlesen

Deutschlandradio Kultur | Weltzeit | 7.7.2011 | 15 Min. (Audio nicht mehr online verfügbar)
radiobremen | Mare Radio | Wdhlg.

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Digitales vom DMY-Festival

Das Gehäuse von Laptops, der Aufbau einer Smartphone-App oder das Interface von Webseiten: Design begleitet unser Leben in der realen wie digitalen Welt. Dass derzeit besonders viele gemeinsame Ideen durch die offene Schnittstelle zwischen Design-Szene und digitalem Diskurs fließen, konnte man auf dem DMY-Festival in Berlin erleben. Dort gab es nicht nur Möbel und Lampen, sondern auch offene Daten, frei lizensierte Designs, Kopiertes und Selbstgemachtes. Breitband beleuchtet zum Design-Festival die Rolle von Design als Kulturtechnik und als Kernelement einer digitalen Gesellschaft. >> Mp3 hören „Digitales vom DMY-Festival“ weiterlesen

Open Source in der Welt der Dinge

Zwar stammt der Begriff “Open Source” nicht aus der Landwirtschaft – aber dass diese Philosophie auch in anderen Bereichen als nur Software funktioniert, diese These haben wir in dieser Breitband-Sendung untersucht. Das Global Village Construction Set entwickelt vom Erd-Stampfer bis zum Traktor die fünfzig für eine Zivilisation nötigen Gerätschaften als freie Baupläne. Beim Ein-Chip-Computersystem Arduino werden digitale Geräte zur Bastelware. Und auch in Unternehmen hält der Open-Source-Gedanke Einzug. Die Firma Premium-Cola veröffentlicht ihre Produktionsprozesse als „offenes Betriebssystem“.
Über „Peer-to-peer“-Produktion und Nutzwert sowie Utopie versus Realitätssinn solcher Open-Source-Projekte spricht Philip Banse mit Michel Bauwens von der P2P-Foundation. >> Zum Breitband-Topic und zur Mp3

Bilder: Livetrac2 @ Open Source Ecology / Montage: Moritz Metz

Netzdebatte auf der re:publica11


Kübra Gümüsay über ihr Blog „Ein Fremdwörterbuch“

Auf der re:publica waren das Team von Redaktion und Alltag für die Netzdebatte der Bundeszentrale für politische Bildung unterwegs. Mit der ägyptischen Bloggerin Noha Atef sprachen wir über Netz-Opposition gegen repressive Regimes, Feministin Jaclyn Friedman erklärte uns, wieso die Frauenfrage im Netz noch nicht gegessen ist und die deutsch-türkische Journalistin Kübra Gümüsay gab Einblick in eine Blogosphäre, der man auf Veranstaltungen wie der re:publica eher noch selten begegnet. In weiteren Interviews ging es um Freifunk, Datenschutz, offenes Regieren und den ‚arabischen Frühling‘.