Austs Aus

Perlentaucher/Link des Tages

Das Ende der Ära Stefan Austs und Matthias Matusseks sorgt in den Blogs für Betroffenheit und Spott. Während sich die einen über das Ende des neoliberal gefärbten „Alphajournalismus“ freuen, unken andere, was das Zeug hält. Für hoffnungslos realitätsfern und selbstreferenziell erklärt Klaus Jarchow Deutschlands „Alphajournalisten“ in seiner Medienlese: „In welcher Republik leben diese Menschen bloß? Hätten sie sich nicht in ihrem selbstbestätigenden Verlagsbunker vergraben, wo der Döpfner das bekräftigt, was der Degler beklagt, und der Diekmann zu erspähen meint, was der Aust befürchtet…Mehr…

Das letzte Labyrinth

Die Kowloon Walled City war anarchistische Zukunftsvision und Fenster in die chinesisch-britische Geschichte Hongkongs
Kowloon Walled City in "Die Stadt ist unsere Fabrik" von Christoph Schäfer

1898-1997 nach Christus, Hongkong ist von den Briten besetzt. Ganz Hongkong? Nein, nicht ganz Hongkong. Denn in der Kronkolonie trotzt eine kleine chinesische Enklave den Mächten des Empire: die Kowloon Walled City. 95 Jahre lang ist sie die letzte Insel chinesischen Hoheitsgebiets in den New Territories und Dorn im Auge der britischen Behörden. Ein einzigartiges stadtsoziologisches Phänomen: Bis Mitte der 70er Jahre wuchs die Walled City zum dichtest besiedelten Ort der Welt – ein selbstorganisierter Superblock im politischen Vakuum. Die „Stadt der Dunkelheit“ inspirierte Künstler, Schriftsteller und Architekten – und ist heute vom Erdboden verschwunden. Das letzte Labyrinth weiterlesen