Ein Slum kartiert sich selbst

Für DRadio Wissen Medien

Weiße Flecken auf der Landkarte? Das sind doch Relikte aus längst vergangenen Zeiten. Als es noch keine Satelliten gab, die unsere Erdoberfläche zentimetergenau vermessen und noch kein Google Maps, die uns jede Straße der Welt in Sekundenschnelle auf dem Computerbildschirm anzeigt. Doch wer sich Kibera auf Google Maps anschauen will, einen der größten Slums Afrikas, der findet nur einen großen, grauen Fleck. Offizielle Karten der Siedlung am Rande der kenianischen Hauptstadt Nairobi gab es bisher nicht. Nun haben die Bewohner das selbst geändert – mit der partizipativen Kartenapplikation OpenStreetMap. >>Beitrag hören

Wie ein Slum in Nairobi aus dem Schatten tritt

Von Stefanie Otto und Anja Krieger.

Wer helfen will, braucht Daten. Der Slum Kibera in Nairobi jedoch existierte auf Karten nicht. Die Bewohner haben das geändert, dank freier Software von Openstreetmap.

Kibera ist ein mystischer Ort. Eine Millionen Menschen leben Gerüchten zufolge in diesem Slum am Rande der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Medien berichten von Unruhen und katastrophalen Lebensbedingungen. Hilfsgelder verschwinden angeblich wie in einem schwarzen Loch. Und glaubt man Tom Tykwers Film Soul Boy, so werden in Kibera unschuldige Menschen von Hexen verflucht. >>Zum Artikel auf ZEIT Online

“Buy this satellite”

Aktivisten wollen einen Satelliten kapern – für die gute Sache

Für den DRadio Wissen NetzReporter

Terrestar ist pleite. Dabei besitzt die Firma den ausgereiftesten Satelliten, der um die Erde kreist. Jetzt wollen die Mitglieder der Initiative A human right den Erdtrabanten für die gute Sache übernehmen. Mit der Kampagne „Buythissatellite“ sammelt die Gruppe um Ingenieur Kosta Grammatis Spenden, um Terrestar den Satelliten abzukaufen. Er soll Weltregionen, die noch kein Netz haben, Zugang verschaffen. Ob das funktioniert?
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Technologie-Transfer

Für DRadio Wissen Agenda

Vom 13. bis 16.12. fand in London die Fachkonferenz ICTD2010 statt. Es ging um die digitale Kluft und die Frage, wie man Internet, Mobiltelefone oder andere Technologien in ärmeren Regionen einsetzen kann, um Probleme wie Armut, mangelnde medizinische Versorgung oder Bildung anzugehen. Wie können Informations- und Kommunikationstechnologien solche Probleme lösen helfen? Wie lässt sich die digitale Spaltung überwinden? „Technologie-Transfer“ weiterlesen

Digitale Bewegungen: Mobiler Aktivismus

In Afrika ist das Mobiltelefon ein wichtiges politisches Werkzeug.

Die Mobiltelefonnutzung in vielen Ländern Afrikas steigt. Und so auch die Möglichkeiten für politische Aktivisten, diese Technologie zu nutzen. „Mobile Activism“ heißt die Methode, ein eigenes Anliegen über Handy schnell und weit zu verbreiten. Was in Deutschland durch das Aufkommen sozialer Netzwerke nur eine kurze Blüte hatte, ist in anderen Ländern zu einer wichtigen Form der Kommunikation und Mobilisierung geworden. Die nigerianische Aktivistin Sokari Ekine erklärt, wie mobiler Aktivismus funktioniert – und wo die Gefahren liegen. Zum NetzReporter

Lukas Rieder über Open Source und Social Coding

Lukas Rieder ist Programmierer und begeistert sich für Open Source. Aus seiner Perspektive soll Programmcode offen sein, damit interne Vorgänge von Software-Projekten transparenter werden.

Von Linux bis Diaspora hat Open Source eine lange Tradition in der Entwicklerwelt. Wenn das Programm offen liegt, ist es möglich, gemeinsam daran zu arbeiten und kollektiv von dem zu profitieren, was andere programmiert haben.

Allerdings heißt Open Source nicht gleich „lizenzfrei“, denn es gibt ein „Meer an Lizenzen“, wie Lukas sagt.

Das sogenannte „Social Coding“ findet heute auf Plattformen wie Github statt. Dort können Programmierer eigene Projekte einstellen, die Projekte anderer kommentieren, verbessern und sie „forken“. Ein „Fork„, also eine Gabelung oder Abzweigung, ist die Kopie eines Programm-Repositoriums zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Motto der Github-Entwickler: „Fork me!“

>> Lukas Rieder über „Social Coding“

Next Big Thing (definitiv): Elektronisches Essen

für den DRadio Wissen NetzReporter

Wann kommt die digitale Revolution in der Nahrungsmittelindustrie?

Im Netz wimmelt es vor ‚Innovationen‘. Als Lebensraum hat die digitale Welt trotzdem noch entscheidende Mängel. Wenn der Magen knurrt, bringen Einsen und Nullen nichts. Gut, wir können bei Amazon Nahrungsmittel oder Mittagessen bei pizza.de bestellen. Das ist aber doch nur ein fader Vorgeschmack angesichts der ausstehenden Möglichkeit, Fleisch und Gemüse endlich in Bits und Pixel aufzulösen. Das Motto: Einfach downloaden und genießen! Mit dem 3D-Nahrungsdrucker macht das Massachusetts Institute of Technology immerhin einen ersten Schritt Richtung Digital Food… >Beitrag hören

Zellen bloggen

Die Pflanzen der Prinzessinnengärten ziehen ins Theater, und ich ziehe mit. Also lockert eure Wurzeln und kommt vorbei! Es gibt Guerilla Gardening, Konzerte, Suppe, Kunst, Vorträge und Workshops. Nachzuschauen unter „Programm“ auf dem Zellenblog.

„Zellen. Life Science – Urban Farming“, 11. bis 21. November 2010.