How much plastic enters our oceans from the coasts?

In this webinar, researcher Jenna Jambeck explains how she and her colleagues estimated the input of plastic waste into the oceans from the coastlines – the 50 kilometres closest to the coast, via World Bank Data:

Plastic Waste Inputs from Land into the Ocean from OpenChannels on Vimeo.

License: CC-BY-NC-SA

Fact Check: Infografik zu Plastikmüll im Meer

Auf Utopia ist gestern eine Infografik zu Plastikmüll im Meer erschienen. Die sieht gut aus, nur stimmen einige Zahlen nicht – wie die:

“Jedes Jahr werden 6,4 Mio. Tonnen Plastikmüll in den Meeren entsorgt”
Die Zahl ist von 1975, also definitiv veraltet. Sie beschreibt nur den Müll, den Schiffe laut Bordbuch im Meer entsorgten. Dieser Müll besteht nicht nur aus Plastik, sondern auch anderen Materialien. Darüber, wieviel Plastik aktuell jedes Jahr im Meer landet, sagt die Zahl also nichts aus.

Eine aktuelle Studie in Science versuchte kürzlich eine Schätzung, wieviel Plastikmüll vom Land aus ins Meer gelangt. Die Autoren kommen auf 4,8 bis 12,7 Millionen Tonnen Plastikmüll pro Jahr. Andere Eintragswege, etwa über Schiffe auf dem Meer, sind da noch nicht drin.

In der Grafik heißt es außerdem, im Jahr 1950 habe die Plastikproduktion bei 50 Millionen Tonnen gelegen. Nach Hersteller-Statistik waren es nur 1,7 Millionen Tonnen. Quelle: Plastic the Facts 2013, S.10

Hier das englische Original von “Spirale außer Kontrolle – Plastikmüll in unseren Weltmeeren”:

Boston Bound

I have been invited for a Knight Science Journalism Fellowship at Massachusetts Institute of Technology!

From August 15, 2015 through May 15, 2016, I will be based in Boston and learn more about science and science writing at MIT and Harvard.

During this time, I will not work as a freelance journalist – but surely come back with a suitcase full of ideas!

So stay tuned :)

Zeina boxt

Zeina boxt from Anja Krieger on Vimeo.

Zeina Nassar ist 17 Jahre alt und Berliner Boxmeisterin. Als Muslima hat Zeina durchgesetzt, dass sie bei Wettkämpfen mit Kopftuch kämpfen kann. Die Fotografin Marlene Pfau und ich haben die Sportlerin zum Training und in die Moschee begleitet. Im Portrait erzählt sie von ihrer Leidenschaft für den Sport und dem Stellenwert, den Religion in ihrem Leben einnimmt.

Ein Preis, ein Preis :)

Anja Krieger - Wissenschaftspreis UMSICHT 2015Juhu, mein Feature über Strategien gegen Plastik im Meer, “Die Entmüllung der Meere“, ist mit dem UMSICHT-Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden!

Ganz großer Dank geht an Christiane Knoll, die das Feature als Redakteurin für Wissenschaft im Brennpunkt betreut hat, und an Axel Scheibchen für die Regie.

Herzlich danken möchte ich auch den Menschen, die mir für das Feature mehr über den Müll im Meer erzählt haben:

Lars Gutow, Julia Hämer und Melanie Bergmann vom Alfred-Wegener-Institut, Kim Detloff vom Naturschutzbund NABU, Peter Orth von der Plattform für Kunststoff und Verwertung, Wolfgang Beier und Stefanie Werner vom Umweltbundesamt, Alexander Potrykus von der Beratungsfirma BiPro und Gunnar Gerth-Hansen, der mich auf seinem Fischkutter mitgenommen hat.

Hier noch ein paar Bilder von der Preisverleihung im Lokal-TV

Translation: Report on Deep Sea Microplastics

Radio presenter Ralf Krauter: Ten days ago, we reported on a study that estimated there are 270,000 tons of plastic waste floating in the world’s oceans. That sounds like a lot, but the annual production of plastic is a thousand times higher. Which brings up the question: Has the inventory of plastic in the oceans just scratched the surface? And if yes, where is the rest of it? Now scientists have found success in their search on the bottom of the deep sea. Anja Krieger spoke to them. Translation: Report on Deep Sea Microplastics weiterlesen

Translation: “The Dream of Green Aviation” (Excerpt)

(Except starts at minute 13:02)

When kerosene is combusted, the carbon that has been contained for millions of years underground in crude oil is released into the atmosphere. This drives climate change.

Plants, on the other hand, absorb carbon dioxide from the air and thus provide relief for the atmosphere. When plants are turned into biofuels and burned, a climate-neutral cycle can be established.

Researchers at Bauhaus Luftfahrt [an aviation industry think-tank in Munich, Germany] plan to do just that – but without actually cultivating any plants. Translation: “The Dream of Green Aviation” (Excerpt) weiterlesen

PIK-Meteorologe Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe über Extremwetter und Klimawandel

Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe, Meteorologe am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), über den aktuellen Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) “Status of Climate in 2013″

“Wesentlich an dem Report ist, dass er einen Überblick gibt über die Geschehnisse des Jahres 2013 im Hinblick auf die meteorologischen Ereignisse, insbesondere auch die Extremereignisse. Da gab es ja im Verlauf der letzten Monate einige – wir brauchen bloß an Haiyan zu denken auf den Philippinen und das Elbe-Hochwasser in unserer Region: Diese Häufung von Extremereignissen und das, was sonst passiert – ob das die Arktis ist, die Antarktis oder die einzelnen Regionen weltweit, ist natürlich ein deutliches Indiz dafür, dass Klimaänderungen bereits stattfinden. Es wird häufig gesagt, dass der Klimawandel erst anfängt – aber wir sind mittendrin. Was auch wichtig ist: Dass man an einem einzelnen Extremereignis natürlich nicht den Klimawandel festmachen kann – aber an der Summe dessen, was wir erleben.”

Über den Zusammenhang zwischen Extremwetter-Ereignissen und Klimawandel:

“Wenn wir uns das zum Beispiel an den tropischen Wirbelstürmen klarmachen wollen, dann sieht man, dass die zwar nicht häufiger geworden sind, aber dass die Intensität der Stürme deutlich zugenommen hat. Für die Region des Pazifiks, für die Philippinen, kann man das sehr schön nachweisen, dass die Intensität der Taifune dort in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. Die Ursache dafür ist einfach, dass sich die Meeres- beziehungsweise Wassertemperatur deutlich erhöht hat, während sich die Stratosphäre abgekühlt hat – so dass sich der Temperatur-Gegensatz verstärkt hat in der Höhe und dadurch ein noch intensiverer Austausch von Energie stattfinden kann. Das führt dann einfach dazu, dass solche Taifune an Intensität, an Stärke zunehmen.”

Text: CC-BY Anja Krieger/Climate News Mosaic (CNM)