Ich saß im Baum und wollte fliegen

„Meine Strichmännchen mit vier Jahren sahen mehr aus wie Vögel als Menschen, und das ist seitdem nicht besser geworden.“ So erinnert sich Lars Jonsson an den Beginn seiner Leidenschaft für die Vogelmalerei. Heute kommt kein Ornithologe Europas an dem schwedischen Künstler vorbei, der mit fünfzehn Jahren seine erste Ausstellung im Museum für Naturgeschichte in Stockholm hatte.

Auf Reise hat Jonsson Hunderte von Vögeln beobachtet, gezeichnet und ihre Eigenheiten in Federkleid, Flug und Ausdruck herausgearbeitet. Seine ausdrucksstarken Bilder dienen vielen Vogelfans zur Bestimmung, Naturführer wie „Die Vögel Europas“ gehören zu den Standardwerken.

Von der seltenen Schneeeule bis zum winzigen Wintergoldhähnchen: Es gibt kaum einen Vogel, den Jonsson nicht portraitiert hat. Doch der 1952 geborene Schwede ist auf dem Boden geblieben. Auf der Insel Gotland lebt er ein beschauliches Leben mit seiner Familie und dem Hund, kocht wochenends für die Gäste in seinem Museum und wird nicht müde, die Bewohner der Lüfte auf Papier einzufangen.

Deutschlandradio Kultur Profile

Callum Roberts über uns und das Meer

In „Der Mensch und das Meer“ erzählt der Meeresbiologe Callum Roberts von den großen Umwälzungen, die wir Menschen dem Meer gebracht haben. Von den persönlichen Beobachtungen, die der Wissenschaftler in Korallenriffen in aller Welt macht, über den historischen Abriss von viereinhalb Milliarden Jahren Erdgeschichte Callum Roberts über uns und das Meer weiterlesen

Mey Lean Kronemann über Hacken und Monogamie

Im Projekt der Berliner Künstlerin Mey Lean Kronemann geht es um Beziehungen: Beim Lovepicking öffnet sie die Liebesschlösser, die Paare zum Zeichen ihrer Verbundenheit an Brücken hängen, rekombiniert sie und setzt sie wieder zusammen. Das Lockpicking, das zerstörungsfreie Öffnen von Schlössern, hat in Hackerkreisen lange Tradition. Mey Lean Kronemann über Hacken und Monogamie weiterlesen

Matthias Bauer über Nerd-Gesundheit

Lange Nachtschichten vorm Bildschirm, wachgehalten von Kaffee und Koffein, schlechte Ernährung, wenig Schlaf: Für viele Hacker und Computer-Nerds ist der Körper ein System, das sie gern vernachlässigen, oder auch Matthias Bauer über Nerd-Gesundheit weiterlesen

Yoani Sánchez bloggt aus Kuba

Die kubanische Bloggerin Yoani Sánchez schreibt seit vielen Jahren sehr politisch über die Zustände auf ihrer Heimatinsel Kuba. Auf der re:publica hat sie ihren BOBs Deutsche Welle Blog Award entgegen genommen Yoani Sánchez bloggt aus Kuba weiterlesen

Daniela Silva über den Hackerbus

Wenn in einer brasilianischen Kleinstadt ein Reisebus anhält und statt Stadtführung ein politischer Workshop dabei heraus kommt, stehen die Chancen nicht schlecht, Daniela Silva zu treffen. Mit dem Hacker Bus aus São Paulo bringt die junge Frau die Kultur der Hacker und Selbermacher in den Rest des Landes Daniela Silva über den Hackerbus weiterlesen

Bandi Mbubi on Conflict Coltan

 

„There’s nothing wrong with the technology. But we have to ensure that we are not financing the war“.

Tantalum is extracted from coltan and used in mobile phones. One of the places where the raw material is mined is the Democratic Republic of the Congo, formerly Zaire. Here Bandi Mbubi spent the first 21 years of his life. A student activist, Mbubi suffered persecution and fled the country two decades ago. He is the director of a centre for the homeless in London.

With his campaign „Congo Calling„, Mbubi raises attention for the ongoing conflict in the Congo, fuelled by the mining of the so-called „conflict minerals“ coltan, tin, gold and tungsten. He believes a global outcry is needed so that manufacturers of mobile phones and other applications will stop to buy materials from conflict mines in the central African country and fill the pockets of those who commit atrocities.

Trailer to Frank Poulsen’s documentary Blood in the Mobile:

Rodolfo Soler on Saving IT Energy



 
Rodolfo Soler is a 23-year old mechanical engineer from Spain specializing in thermal power plants. He believes that we waste a lot of energy by failing to chose the right devices for the tasks we want to perform: For simple tasks like browsing the web or watching a video, we don’t need powerful computers anymore. For computers that use more energy than we need, Soler proposes the technique of „underclocking“ – lowering the settings in the computer so it uses less power.

In his talk „Green Computing and Underclocking: Saving energy“ Rodolfo Soler explains how to underclock devices – which is easier for some and harder for other brands. Apple unfortunately makes underclocking very hard, Soler says.

Antonio Zavagli über den Bauernmarkt



 
Antonio Zavagli bloggt über den Bauernmarkt. Er arbeitet als Webentwickler in München. Als Antonio von Pisa nach Deutschland zog, fand er im Supermarkt kein gutes Gemüse mehr. Fleisch- und Lebensmittelskandale geisterten durch die Medien. Um besser zu verstehen, woher seine Essen kommt, stellte Antonio seine Ernährung um. Heute kauft er, soweit es geht, nur noch auf regionalen Bauernmärkten. Was er dabei erlebt, einkauft und kocht, erzählt er in seinem Blog, mit vielen schönen Fotos, leckeren Rezepten und dank der Hilfe seiner Freundin, die alles ins Deutsche überträgt.

„Dass du wirklich weißt, woher das Gemüse kommt und wie es produziert worden ist, ist sehr schwierig, wenn die Kette so lang ist.“

> Mehr Foodblogs auf dem BNE-Portal

Foto: Antonio Zavagli / privat

Nikolai Maximenko and Gisela Speidel on Plastic in the Oceans

In early 2011, I had the chance to meet with Nikolai Maximenko and Jan Hafner, oceanographers at the International Pacific Research Center in Hawai’i, and talk to them about the problem of marine debris and plastic trash in the oceans. Nikolai Maximenko and Gisela Speidel on Plastic in the Oceans weiterlesen

Wolfgang Pekny über Ressourcenwirtschaft

Die 5 Fs

Am Wochenende bin ich auf dem Kongress McPlanet Wolfgang Pekny über den Weg gelaufen. Pekny ist Geschäftführer der österreichischen Vereins Footprint, ehemaliger Kampagnendirektor für Greenpeace und heute Unternehmens- bzw. „Unterlassensberater“. Er hat mir erklärt, was für ihn die wichtigsten Punkte sind, damit wir den ökologischen Fußabdruck reduzieren: Die 5 Fs, begonnen mit Fliegen, Fahren und Fleisch.

>> Wolfgang Pekny über Ressourcenwirtschaft

Um den leichteren Lebensstil durchzusetzen, schlägt Pekny vor, dass wir weltweit Ressourcenpunkte verteilen. Das beste daran, sagt der Biologe und Chemiker: Die Ärmsten bekämen in dieser neuen Ressourcenwirtschaft am meisten. Ausprobiert wurde das noch nicht. Pekny hat bisher noch keine Stadt für ein Pilotprojekt gewinnen können.

>> Wolfgang Pekny über das Raumschiff Erde

Meine Ressourcenpunkte wären auf jeden Fall schon weg, Stichwort Fliegen…

Die Vergabe von Ressourcenpunkten reduziert die Welt natürlich weiter auf Zahlen und den „Homo Oeconomicus“ in uns. Ein System zu etablieren, dass uns als verstehende, kooperierende Wesen und nicht nur Gewinnmaximierer und Buchhalter sieht, ist vielleicht einfach schwerer. Aber Zahlen und Statistiken haben so oft dazu geführt, dass frisiert und geschummelt wird.

>> Wolfgang Pekny über eine andere Welt

Megan Lamson on Plastic Debris at Kamilo Beach, Hawai’i

In March 2011, I interviewed marine biologist Megan Lamson, who works for the Hawai’i Wildlife Fund and organizes beach cleanups at Kamilo Beach at Ka’alu’alu Bay. Some of these quotes were used in this German radio feature. Here are the snippets without German voice-over. Megan Lamson on Plastic Debris at Kamilo Beach, Hawai’i weiterlesen