Plastikmüll im Meer: Häufige Fragen

Die Wissenschaft steht bei der Erforschung des Plastiks im Meer noch ganz am Anfang. Gleichzeitig versuchen Umweltschützer auf das Problem aufmerksam zu machen und Medien das bisherige Wissen zu fassen. Welche Antworten sie auf einige der grundlegenden Fragen im Laufe der letzten Jahre geben und zitieren, sammele ich hier zum Vergleich. Das ist mein Notizblog, der das Ergebnis reiner Netzrecherche ist, also nicht unbedingt wissenschaftlich fundiert. Die Quellen finden sich mit Jahreszahl verlinkt hinter jeder Angabe. Bei einigen davon – die meisten davon Schätzungen – bleibt unklar, was die ursprüngliche Quelle ist. Manche weichen voneinander ab oder widersprechen sich. Wo ich wissenschaftliche Angaben finden konnte, habe ich sie als Zitat dazu gestellt. Soweit ich dazu komme, ergänze ich die Infos – Hinweise dazu sind immer willkommen! Letztes Update: 28.02.2012 „Plastikmüll im Meer: Häufige Fragen“ weiterlesen

Der Plastikstrand von Hawaii


O-Ton Megan Lamson aus dem Feature

Das Meer treibt die Reste der Wohlstandsgesellschaft wieder an Land. Sogar auf den Inseln von Hawaii ist der Sand von winzigen Kunststoffteilchen durchsetzt. Während Umweltschützer tapfer gegen die Plastikflut kämpfen, versuchen Ozeanografen zu verstehen, wie der Müll die Meere durchquert. Beitrag nachlesen

Deutschlandradio Kultur | Weltzeit | 7.7.2011 | 15 Min. (Audio nicht mehr online verfügbar)
radiobremen | Mare Radio | Wdhlg.

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Bioplastik zum Selberkochen

Mit Zutaten aus dem Supermarkt Kunststoff herstellen

Beitrag auf Dradio Wissen

Im Pazifik rotiert ein Müllwirbel, der Berg aus Plastik wächst. In Teilen des Meeres wird mittlerweile sechsmal soviel Plastik wie Plankton gefunden, heißt es im Film „Plastic Planet“ [Anmerkung: Diese Angabe ist umstritten, siehe unten1]. Auf den Alltag der Mehrheit hat das wenig Auswirkung: Wir trinken weiter aus PET-Flaschen und bringen unsere Einkäufe in Plastiktüten heim.

Eine Alternative könnte Bioplastik aus abbaubaren Materialien sein.2 Industriell hat sich das zwar noch nicht durchgesetzt. Doch es ist gar nicht so schwer, kompostierbaren Kunststoff herzustellen. Das geht sogar in der heimischen Küche, wie einige Berliner Bastler zeigen. Ausgestattet mit Werkzeugen, die jeder zuhause hat, und Zutaten aus dem Supermarkt, kochen sie sich ihr Bioplastik selbst.

 

1Die Angabe aus dem Film „Plastic Planet“ bezieht sich nur auf einen der großen Müllstrudelwirbel und beruht auf einer Schätzung von Charles Moore für das Jahr 1998. Moores Plastik-Plankton-Verhältnis beruht auf Stichproben aus dem Oberflächenwasser und schließt nur Zooplankton, kein Phytoplankton ein. Die Schätzung wurde immer wieder zitiert, aber auch kritisiert. Zehn Jahre später betrage das Verhältnis 60:1, schätzt Moore im Buch zum Film „Plastic Planet“.

2Dass kompostierbares Plastik voraussichtlich keine Lösung für das Müllproblem der Meere darstellt, musste ich bei der Recherche für das Feature „Bioplastik statt Jutebeutel?“ (Deutschlandradio Kultur 2012) feststellen. Hier das Fazit: