Nachhaltigkeit für die Hosentasche

Umweltbewusst und „fairer“ leben ist in der Praxis ziemlich kompliziert. Aber es gibt ja für alles eine App. Jetzt sollen Smartphone-Apps auch helfen, sich im Alltag besser zu entscheiden, um nachhaltiger zu handeln.

Die kleinen Anwendungen scannen unterwegs Barcodes, vermitteln ökologische Zusammenhänge, errechnen CO2-Bilanzen und liefern Informationen zu Produkten und Händlern.

Für DRadio wissen habe ich mit einigen Apps einen kleinen Selbsttest gemacht. Bei Zeit online und dem BNE-Portal der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gebe ich einen Überblick zu den verschiedenen Apps.
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Die Insel am Rande des Webs

In Kuba hat die Regierung das Internet noch im Griff

Für fluter.de.

Im improvisierten Studio blättert schon das Grün von der Wand. Mit Kopfhörern auf den kurzen schwarzen Haaren steht Julito vor dem Mikro. „Sagen Sie mir nicht mehr, was ich zu schreiben, zu singen habe“, fordert der 21-Jährige. Den Song „No Intenten“, übersetzt „Versuchen Sie es nicht“, hat der Kubaner zusammen mit seinem Freund, dem Rapper El Primario, aufgenommen und auf Youtube gestellt – ein Lied über Zensur, Unterdrückung und die Sehnsucht nach Freiheit und politischem Wandel…

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Bild: Aus dem Video zu „No intenten“

Der Plastikstrand von Hawaii

Kamilo beach clean-up

O-Ton Megan Lamson aus dem Feature

Das Meer treibt die Reste der Wohlstandsgesellschaft wieder an Land. Sogar auf den Inseln von Hawaii ist der Sand von winzigen Kunststoffteilchen durchsetzt. Während Umweltschützer tapfer gegen die Plastikflut kämpfen, versuchen Ozeanografen zu verstehen, wie der Müll die Meere durchquert. Beitrag nachlesen

Deutschlandradio Kultur | Weltzeit | 7.7.2011 | 15 Min. (Audio nicht mehr online verfügbar)
radiobremen | Mare Radio | Wdhlg.

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Open Source in der Welt der Dinge

Zwar stammt der Begriff “Open Source” nicht aus der Landwirtschaft – aber dass diese Philosophie auch in anderen Bereichen als nur Software funktioniert, diese These haben wir in dieser Breitband-Sendung untersucht. Das Global Village Construction Set entwickelt vom Erd-Stampfer bis zum Traktor die fünfzig für eine Zivilisation nötigen Gerätschaften als freie Baupläne. Beim Ein-Chip-Computersystem Arduino werden digitale Geräte zur Bastelware. Und auch in Unternehmen hält der Open-Source-Gedanke Einzug. Die Firma Premium-Cola veröffentlicht ihre Produktionsprozesse als „offenes Betriebssystem“.
Über „Peer-to-peer“-Produktion und Nutzwert sowie Utopie versus Realitätssinn solcher Open-Source-Projekte spricht Philip Banse mit Michel Bauwens von der P2P-Foundation. >> Zum Breitband-Topic und zur Mp3

Bilder: Livetrac2 @ Open Source Ecology / Montage: Moritz Metz

Übers Schummeln

Games Culture Circle diskutiert das Cheating
Auf Breitband
Der Games Culture Circle ist eine interdisziplinäre Talkshow, die die Schnittstellen zwischen Gaming, Kunst und Gesellschaft ausloten will. Bei der aktuellen Veranstaltung ging es ums Thema Cheating – also darum, den Verlauf eines Computerspiels in nicht vorgesehener Weise zu beeinflussen. Ich habe mich in die Veranstaltung geschummelt… >>Hören

Wie ein Slum in Nairobi aus dem Schatten tritt

Von Stefanie Otto und Anja Krieger.

Wer helfen will, braucht Daten. Der Slum Kibera in Nairobi jedoch existierte auf Karten nicht. Die Bewohner haben das geändert, dank freier Software von Openstreetmap.

Kibera ist ein mystischer Ort. Eine Millionen Menschen leben Gerüchten zufolge in diesem Slum am Rande der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Medien berichten von Unruhen und katastrophalen Lebensbedingungen. Hilfsgelder verschwinden angeblich wie in einem schwarzen Loch. Und glaubt man Tom Tykwers Film Soul Boy, so werden in Kibera unschuldige Menschen von Hexen verflucht. >>Zum Artikel auf ZEIT Online

Die partizipative Avantgarde

Erschienen bei der Freitag

Deutschland steckt in Sachen E-Partizipation noch in den Kinderschuhen. Zwar gibt es seit einigen Jahren Projekte zur Einbindung der Bürger über das Netz, laut Bericht des European Institute for Public Participation (EIPP) hinkt Deutschland jedoch hinter der Entwicklung in den USA und Großbritannien her. Auswertungen bisheriger Projekte zeigen, dass E-Partizipation noch von einer recht homogenen Avantgarde genutzt wird. >Artikel lesen…

Diaspora will an Facebook andocken

diaspora_dandy_logo - Source: CC-By-SA, Diaspora/Flickr: Horiavarlan

In der letzten Woche ging das dezentrale soziale Netzwerk Diaspora, das eine Alternative zu Facebook werden will, an den Start. Als „Pre-Alpha-Version“ veröffentlicht wurde der Software-Code, den Entwickler jetzt kopieren und nach dem Open-Source-Prinzip verbessern können. Für Oktober ist eine Version angekündigt, die jeder nutzen kann. Anstatt eigene Daten einer zentralen Plattform wie Facebook zu überlassen, betreut jeder Nutzer sie bei Diaspora selbst. Mit dem Programmierer Lukas Rieder habe ich Diaspora schon mal ausprobiert und die Roadmap angeschaut. Was uns zunächst überraschte: Die Facebook-Integration ist eines der nächsten Ziele der Entwickler. >Breitband/Medien und Meinungen

„Diaspora dandy logo“:
joindiaspora/media, Horia Varlan (Flickr), CC-by-SA

Bioplastik zum Selberkochen

Mit Zutaten aus dem Supermarkt Kunststoff herstellen

Beitrag auf Dradio Wissen

Im Pazifik rotiert ein Müllwirbel, der Berg aus Plastik wächst. In Teilen des Meeres wird mittlerweile sechsmal soviel Plastik wie Plankton gefunden, heißt es im Film „Plastic Planet“ [Anmerkung: Diese Angabe ist umstritten, siehe unten1]. Auf den Alltag der Mehrheit hat das wenig Auswirkung: Wir trinken weiter aus PET-Flaschen und bringen unsere Einkäufe in Plastiktüten heim.

Eine Alternative könnte Bioplastik aus abbaubaren Materialien sein.2 Industriell hat sich das zwar noch nicht durchgesetzt. Doch es ist gar nicht so schwer, kompostierbaren Kunststoff herzustellen. Das geht sogar in der heimischen Küche, wie einige Berliner Bastler zeigen. Ausgestattet mit Werkzeugen, die jeder zuhause hat, und Zutaten aus dem Supermarkt, kochen sie sich ihr Bioplastik selbst.

 

1Die Angabe aus dem Film „Plastic Planet“ bezieht sich nur auf einen der großen Müllstrudelwirbel und beruht auf einer Schätzung von Charles Moore für das Jahr 1998. Moores Plastik-Plankton-Verhältnis beruht auf Stichproben aus dem Oberflächenwasser und schließt nur Zooplankton, kein Phytoplankton ein. Die Schätzung wurde immer wieder zitiert, aber auch kritisiert. Zehn Jahre später betrage das Verhältnis 60:1, schätzt Moore im Buch zum Film „Plastic Planet“.

2Dass kompostierbares Plastik voraussichtlich keine Lösung für das Müllproblem der Meere darstellt, musste ich bei der Recherche für das Feature „Bioplastik statt Jutebeutel?“ (Deutschlandradio Kultur 2012) feststellen. Hier das Fazit:

Vermaschte Netze: Die Mesh Potato

Ein Router mit analogem Telefonanschluss soll Entwicklungsländern günstig Telefonie und Internet bringen

erschienen bei Telepolis

Elektra und die Betaversion der Mesh Potato

Berlin-Friedrichshain, kurz hinter der Modersohn-Brücke. Von den Dächern der Wagenburg leuchten Solarpanels, ein kleiner Weg führt hinunter zu den bunten Lastern und Hängern. In der Mitte, im Wagen mit der spitzesten Antenne, wohnt Corinna Aichele, in der Freifunk- und Hacker-Community Berlins als ‚Elektra‘ bekannt. Sie ist eine der Pionierinnen der drahtlosen Mesh- Technologie und arbeitet derzeit an einem neuen Gerät: Die ‚Mesh Potato‚ ist ein Router mit analogem Telefonanschluss. Das Gerät soll Gegenden mit schlechter Infrastruktur günstig und einfach mit Telefonie und Internet versorgen. Mehr…

Funkende Hütten

Titelillustration "Wireless Networking in the Developing World"erschienen in: Telepolis

In vielen Teilen der Welt ist Internet noch seltener Luxus. Das könnte sich durch den Einsatz drahtloser Mesh-Technologie ändern

Fünf Milliarden Menschen haben keinen oder begrenzten Zugang zu Informationstechnologien. Lösungen erforscht das Fraunhofer Institut jetzt im Rahmen seines „International Center for ICT in Developing Countries“. In Sambia banden Forscher des Instituts eine Schule, einen Arzt und die Wasserverwaltung mittels drahtloser Meshnetzwerke ans Netz an. Die Freifunk Community aus Berlin tüftelt bereits seit Jahren an der Technologie…Artikel lesen…