Technologie-Transfer: Emanzipation statt Import

Der Transfer von Technologien für Entwicklungshilfe-Projekte verläuft zu einseitig. Das kritisierten Teilnehmer auf der Fachkonferenz ICTD2010.

Von Anja Krieger und Stefanie Otto

Wie können Informations- und Kommunikations-Technologien ärmeren Regionen helfen? Wie lässt sich die digitale Kluft überbrücken? Um diese Fragen ging es Mitte Dezember bei der Fachkonferenz ICTD in London. Dabei wurde deutlich: Entwicklungszusammenarbeit muss endlich auf Augenhöhe stattfinden – auch im Bereich neue Technologien. Viele Hilfsprojekte versagen, weil nicht verstanden wird, was die Menschen vor Ort wirklich brauchen. In ärmeren Ländern entstehen dabei mehr und mehr eigene Lösungen – mitunter so innovativ, dass sie weltweit erfolgreich sind. „Technologie-Transfer: Emanzipation statt Import“ weiterlesen

Wie ein Slum in Nairobi aus dem Schatten tritt

Von Stefanie Otto und Anja Krieger.

Wer helfen will, braucht Daten. Der Slum Kibera in Nairobi jedoch existierte auf Karten nicht. Die Bewohner haben das geändert, dank freier Software von Openstreetmap.

Kibera ist ein mystischer Ort. Eine Millionen Menschen leben Gerüchten zufolge in diesem Slum am Rande der kenianischen Hauptstadt Nairobi. Medien berichten von Unruhen und katastrophalen Lebensbedingungen. Hilfsgelder verschwinden angeblich wie in einem schwarzen Loch. Und glaubt man Tom Tykwers Film Soul Boy, so werden in Kibera unschuldige Menschen von Hexen verflucht. >>Zum Artikel auf ZEIT Online

Dialog in Westafrika per Radio

„It’s Seven o’clock GMT in Dakar, Senegal. From West Africa Democracy Radio this is Newslink. I’m Harisson Akoh presenting today, Tuesday 30th November 2010. First the headlines this hour…“

Stefanie Otto berichtet über das West Africa Democracy Radio. Der nichtkommerzielle Sender berichtet unabhängig und kritisch aus den Staaten Westafrikas. Den Radiobeitrag kann man auf DRadio Wissen hören und auf Stefanies Homepage lesen.

Die stärkste Währung der Welt – Baruch Gottlieb und Mansour Ciss

Das Laboratoire Deberlinisation hat sich aufgemacht, Afrika zu entberlinisieren. Mit der imaginären panafrikanischen Währung „Afro“ wollen die Künstler des Laboratoire auf die Wirkungen der in Berlin 1884/5 entschiedenen Teilung Afrikas aufmerksam machen.

Der Wert ihrer Währung sei hoch, sagt Baruch Gottlieb, in Berlin lebender Kanadier, der mit dem Senegalesen Mansour Ciss das Laboratoire betreibt: „Der Afro ist die stärkste Währung der Welt“. Weil man so eine schwere Währung nicht ständig in der Tasche spazieren führen will, gibt es die Afro Express Card. Die lässt sich bequem übers Netz beantragen. Noch wird die Währung außerhalb des Laboratoires selten akzeptiert. Aber vielleicht trägt sie dazu bei, worauf Baruch Gottlieb und Mansour Ciss fest hoffen: Dass es Afrika eines Tages besser geht.

Funkende Hütten

Titelillustration "Wireless Networking in the Developing World"erschienen in: Telepolis

In vielen Teilen der Welt ist Internet noch seltener Luxus. Das könnte sich durch den Einsatz drahtloser Mesh-Technologie ändern

Fünf Milliarden Menschen haben keinen oder begrenzten Zugang zu Informationstechnologien. Lösungen erforscht das Fraunhofer Institut jetzt im Rahmen seines „International Center for ICT in Developing Countries“. In Sambia banden Forscher des Instituts eine Schule, einen Arzt und die Wasserverwaltung mittels drahtloser Meshnetzwerke ans Netz an. Die Freifunk Community aus Berlin tüftelt bereits seit Jahren an der Technologie…Artikel lesen…