Girl Power und Respekt

Samstag, 08. August 2009

erschienen in: Neues Deutschland

“Cultures of Berlin” aktiviert junge Potenziale an Marzahner und Neuköllner Schulen

Jetzt steht Peter nur noch auf seinen Händen und hebt die Beine seitlich in die Luft – “Ein Babyfreeze – da kann man schon mal klatschen”, lobt Workshop-Leiter Mickey, der gerade dreizehn Jugendliche in der Turnhalle der Neuköllner Walter-Gropius-Schule in die Kunst des Breakdance einführt. Mehr… 
 
 

Furchtlose Gegenorte

Donnerstag, 16. Juli 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Bethanien zeigt Arbeiten freier Istanbuler Kunstprojekte

In Istanbul ist Gottesfurcht schwer umstritten. Die 2007 entstandene Plakatserie des Istanbuler Künstlerkollektivs Hafriyat, derzeit in der Ausstellung Istanbul Off-Spaces zu sehen, wurde sowohl von islamischer als auch staatlicher Seite zur Provokation erklärt. Noch vor Ausstellungseröffnung warf die türkische Zeitung Vakit den Künstlern vor, religiöse Gefühle zu verletzen. Mehr…

Text für Produktdesign: Caras Coffeeshops

Samstag, 11. Juli 2009

caras Floor5 hat die Produkte der Caras Coffeeshops neu gestaltet. Das neue Design basiert auf assoziativen Begriffen zum jeweiligen Produkt. Neben dem MERMAID PROOF SEAFOOD SANDWICH helfen das HOT CHICK und das HAPPY VEGGIE SANDWICH gegen Magenknurren. Kaffee wird zur pinken HEART WARMING MAGIC LOVE POTION, für Kaltgetränke und Polizeibeamte hat Caras seriöse hellblaue Becher vorrätig.  Nach Hause tragen können Caras-Kunden ihre Goodies in einer schönen CARASMATIC WONDER BAG.

Schlaflos an der Admiralbrücke

Donnerstag, 25. Juni 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Anwohner der Admiralbrücke können nachts nicht schlafen und laufen morgens durch Scherbenhaufen.

“Brrrt, brrrt, Papadam!”, schallt es grell über die Admiralbrücke. Nicht nur der umtriebige Bangladeshi mit dem Eimer voll pfeffriger Backwaren hat die Brücke über dem Landwehrkanal für sein Geschäft entdeckt. Je wärmer die Abende, desto voller die Brücke, desto besser der Umsatz – das wissen auch Flaschensammler, Straßenmusiker und die Betreiber der Pizzeria und des Kiosks nebenan. Seit einigen Sommern versammelt sich Abend für Abend ein buntes Völkchen auf der verkehrsberuhigten Brücke und genießt bei Musik, Eis, Pizza und Bier die mediterrane Atmosphäre. Für viele ist es die “ultimative Berlin-Experience” und dank Erwähnung in Reiseführern längst kein Geheimtipp mehr. Spät nachts allerdings kippt häufig die friedliche Atmosphäre. Weiter…

Sonderbare Vergabe am Oberbaum

Dienstag, 23. Juni 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Überraschend bekam der Mieter den Zuschlag für das “Oberbaumdreieck” – zu gesalzenem Preis

Ralph Borchert steht vor seinem neuen Grundstück an der Oberbaum-Brücke und sieht zu, wie zwei seiner Mitstreiter das Plakat abmontieren. “Berliner, in welcher Stadt wollt ihr leben?” stand da in großen Lettern. Gemeint war der Verkauf des Grundstücks und das geplante Hotel. Jetzt hat der Wind das Plakat gelöst, wie auf Zuruf. Überraschend hat Ralph Borchert das Tauziehen um das “Oberbaumdreieck” gewonnen. Anfang Juni unterschrieb der Geschäftsführer der Max Borchert GmbH den Kaufvertrag für das Gelände. Wieso er und nicht der Investor mit den Hotelplänen den Zuschlag vom Liegenschaftsfonds bekam, darüber kann Borchert nur spekulieren. Mehr…

Bildungsnomaden auf Mittelsuche

Donnerstag, 18. Juni 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Schüler, Studenten und Lehrer demonstrieren gemeinsam gegen die gegenwärtige Bildungspolitik

Der Schulleiter ist nicht einverstanden, dass Jana Luck heute hier ist. Die 17-jährige Schülerin des Heinz-Berggrün-Gymnasiums ist trotzdem zum Roten Rathaus gekommen, um gegen die schlechten Bedingungen im Bildungssystem zu demonstrieren. In der Sonne vor dem Rathaus herrscht am Mittwoch Andrang. Rund zwölftausend Menschen nehmen laut Polizei an der Demonstration teil – Studenten, Schüler, Lehrer und Universitätsmitarbeiter. Aus Lautsprechern wummern kämpferische Bässe, die Rednerin ist kaum zu verstehen. Dabei sind auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie linke Bündnisse. So verschieden die Teilnehmer, so einhellig ist die Meinung: Es fehlt an Personal und Geld. Mehr…

Warten aufs Virus

Samstag, 13. Juni 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Das H1N1-Virus ist jetzt offiziell eine Pandemie – Berlin bereitet sich vor

Seit gestern ist es amtlich: Die Neue Influenza A H1N2 mit dem Spitznamen »Schweinegrippe« hat sich zur weltweiten Pandemie ausgewachsen. Gestern rief die Weltgesundheitsorganisation WHO die globale Warnstufe aus. Rund 29 400 Menschen haben sich bisher weltweit infiziert, 144 Todesfälle werden dem Grippevirus zugerechnet. Das Virus breitet sich zunehmend schneller aus. Mehr…

Die Kita-Akademikerinnen

Freitag, 22. Mai 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Das Berufsbild der Erzieherinnen wandelt sich, die schlechten Arbeitsbedingungen bleiben

Der Quantensprung fand in Berlin vor gut fünf Jahren statt: An der Alice-Salomon-Hochschule entstand 2004 der deutschlandweit erste grundständige Studiengang für Erzieherinnen und Erzieher. Seitdem können angehende Erzieherinnen im Fach “Erziehung und Bildung im Kindesalter” lernen, wie man Kinder von der Geburt bis zum Ende des Grundschulalters optimal und ganzheitlich fördert. Mehr…

Töne im Tunnel

Dienstag, 03. März 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Musiker in der Berliner U-Bahn müssen Mittwochs früh raus

Woytek und Peter sind die Platzhirsche des Untergrunds. Jeden Mittwoch stehen der 70-jährige Pole und sein zehn Jahre jüngerer deutscher Kollege als erste vor dem Schalter im U-Bahnhof Rathaus Steglitz, an dem die BVG die Genehmigungen für das Musizieren in den Tunneln vergibt. Die Rollläden der Genehmigungsstelle sind um kurz vor halb Sieben noch unten, in der Backstube nebenan wird gerade der erste Kaffee gekocht. Drei Männer unterhalten sich auf Russisch – auch sie wollen sich Arbeitsplätze für die nächste Woche sichern. Eine gewohnte Situation für den polnischen Klarinettisten und seinen Freund Peter, beide spielen seit über 20 Jahren unter Tage. Mehr…

Ver.di: Hilferufe der Kitas kommen an

Freitag, 27. Februar 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Zwölf Brandbriefe mit 300 Unterschriften / Über 500 Erzieherinnen im Rathaus Schöneberg

“Endlich kommen die Hilferufe der Kolleginnen und Kollegen aus den Kindertagesstätten an”, sagte gestern Heidrun Westkemper von ver.di. Die Dienstleistungsgewerkschaft begrüßte die gemeinsamen Aktionen der Berliner Kitaträger und forderte politische Entscheidungen zur Verbesserung der Situation in den Kindertagesstätten.

Nach den Schulen hatten am Mittwoch auch die Kitas Alarm geschlagen. In Brandbriefen an Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) und einer Expertenrunde im Rathaus Schöneberg machten sie auf die schlechte Situation an den Kindertagesstätten aufmerksam. Etwa 300 Mitarbeiter setzten ihre Unterschrift unter die zwölf Brandbriefe, mehr als 500 kamen zu der vom Kitabündnis initiierten Podiumsdiskussion. “Die Decke ist zu kurz”, fasste Erziehungswissenschaftlerin Susanne Viernickel von der Alice-Salomon-Fachhochschule die Lage der Berliner Kitas zusammen. Weiter…