Tschüss, Facebook

So, jetzt ziehe ich auch bei Facebook aus. Die Koffer sind gepackt. Hat ganz schön lange gedauert, auch nur das Wichtigste zusammen zu klauben. Facebook greift einem da ja nicht besonders unter die Arme. Steht nur daneben und guckt dumm rum.

Also muss man selbst mit dem Zettel rumgehen und alle Kontakte einsammeln. Klick klick klick. Das hat ungefähr zwei Tage gedauert und war so monoton, dass ich mir die Schulter verrenkt hab und erstmal kaum noch klicken kann.

Interessanter noch: Von etwa 270 Facebook-Profilen wurde in über 100 nur noch die Facebook-Email angezeigt. Manchmal nur eine Nummer vor dem @facebook.com. Ungefähr 70 erreiche ich gar nicht mehr, außer über Facebook.

Zeit, zu gehen, bevor Facebook noch den Rest aller Kommunikation monopolisiert. Wie man wieder raus kommt, wenn man schon so abhängig geworden ist, fragte ein Freund. So, wie’s auch angefangen hat: Weiter ziehen, die anderen mitnehmen.

Stop Online Piracy Act, CC 4.0, Facebook-Lob

Medien und Meinungen für Breitband


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In der ersten Meldung beschäftigt uns SOPA, ein umstrittenes Gesetzes-Vorhaben zu Online-Piraterie, das gerade in den USA verhandelt wird. Unternehmen und Organisationen machen im Netz dagegen massiv mobil. Kritiker befürchten, dass der “Stop Online Piracy Act” das Web 2.0 unmöglich machen könnte und eine Infrastruktur für Zensur schaffe. Die geplanten Regelungen würden es den USA gestatten, Internetanbieter zur Sperrung von Webseiten zu zwingen, sobald der Verdacht besteht, dass das Urheberrecht oder Markenrecht verletzt worden ist.

Um Urheberrechte geht es auch in der zweiten Meldung. Creative Commons plant eine neue Version der Netz-Lizenzen. Denn mit dem System der derzeitigen CC-Lizenzen, Version 3.0, gibt es in der Praxis immer wieder Probleme. Die neue, vierte Version des Lizenzmodells soll schon vor dem ersten Entwurf öffentlich diskutiert werden. In etwa einem Jahr sollen die Creative Commons 4.0 Lizenzen der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Die dritte Meldung klingt sensationell: Deutsche Datenschützer loben Facebook! Denn Facebook drückt den deutschen Nutzern ihr neues Interface, die sogenannte Chronik nicht auf. Für den Zeitstrahl können sich Nutzer bewusst entscheiden, und dann noch eine Woche an ihr herumdoktorn, bevor alle sie sehen. Wegen der Datenmengen sehen die Datenschützer die Chronik aber gleichzeitig auch kritisch. Einige Nutzer sollen Facebook schon verlassen haben – abstellen kann man die Chronik, mit der auch alte Einträge wieder auftauchen, nicht mehr.

Like It or Not: Auch ohne Klick kann Facebook Nutzer tracken

Wie Facebook mit dem neuen Like-Button das Surfverhalten passiver Nutzer erfassen kann – und wie man das verhindert

„Daumen hoch?“ fragte sich die Netzwelt, als Facebook kürzlich seinen neuen Like-Button vorstellte: Die „Gefällt-mir“-Funktion lässt sich neuerdings in jede beliebige Webseite integrieren. Der Button mit dem Daumen kann jedoch noch einiges mehr, als kundzutun, was man im Netz so alles toll findet. Er verrät Facebook, wo sich seine Nutzer im Netz bewegen. Das ist sogar möglich, wenn man den Button gar nicht klickt.
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