Die Energie für unsere Daten

„Of all the things the Internet was expected to become, it is safe to say that a seed for the proliferation of backup diesel generators was not one of them.“

Die New York Times hat ein Jahr lang recherchiert, wie umweltfreundlich Datencenter eigentlich sind. Hier der Link zum NYTimes-Artikel vom September 2012.

Mehr Links

 A Greener Internet? 

Kamera läuft!

Sehr cooler Film darüber, wie die Digitalisierung die Arbeitsweise im Filmbusiness umgekrempelt hat und das auch weiterhin tut – von und mit Keanu Reeves, der sich für den Film einen extra fleckigen Dokumentarfilmerbart hat stehen lassen und mit sympatisch unsicherer Erzählstimme auf Reise durch die Welt der Formate geht. Die O-Töne liefern unter anderem Martin Scorsese, Danny Boyle und Lars von Trier:

Side by Side Official Trailer (2012) from Company Films on Vimeo.

Reise ins digitale Nirwana

Digitalnirwana

Wir können heute ständig online sein. Was für Momente und Zustände erleben wir in der Welt hinter dem Bildschirm? Erfahren wir Zeitlosigkeit, Gemeinschaft und Freiheit – oder setzt uns die ständige Möglichkeit, ans Netz zu docken, unter Stress? Im Feature erzählen Kathrin Passig, Hartmut Rosa und Schülerin Lisa, was die Faszination der Bildschirme für sie bedeutet. Beitrag nachlesen

hr2kultur | Funkkolleg Medien | 2.3.2013 | 26. Min.

EU-Datenschutz, NASA-Code und die Kopimisten

Medien und Meinungen für Breitband


Es gibt Details zum Entwurf der neuen EU-Datenschutz-Verordnung. Die soll es Facebook, Google und Co. schwerer machen, Datenprofile der Nutzer anzufertigen. Nutzer sollen ein Recht auf Kopie und Mitnahme eigener Daten aus sozialen Netzwerken und auf das Löschen persönlicher Daten bekommen. Ob die Grundeinstellung „Privacy by Default“ umgesetzt wird? Ende Januar soll der Entwurf fertig sein. Für die zweite Meldung geht’s ins All.

Die Nasa stellt ihren freien Programmcode zur Verfügung und lädt zum Mitmachen ein. Code.nasa.gov heißt die Webseite, auf der die US-amerikanische Raumfahrt-Behörde ihre freie Software verfügbar machen will. Das ist erstmal noch keine Raketenantriebssoftware. Auf dem NASA-Code-Repositorium bei Git liegen bisher unter anderem eine Android-Wetter-App, die Wetterberichte von anderen Planeten zeigt, und ein Programm zur Betrachtung von 3D-Weltkarten. Vielleicht ist ja bald was dabei, was ins All fliegt.

Die dritte Meldung kommt aus dem Norden. Schweden ist unserer Zeit wieder voraus und soll eine Gruppe Filesharer als religiöse Gemeinschaft anerkannt haben: Die Kirche der Kopimisten. Kopimisten glauben an das Kopieren, halten Daten für heilig und Kopierschutz ist für sie eine Sünde. Im dritten Anlauf soll es der 2010 gegründeten Gruppe gelungen zu sein, als religiöse Gemeinschaft anerkannt zu werden. Das ausschlagende Kriterium für die Behörden: Die Kopimisten halten Kopier- und Remix-Rituale ab. Das klingt wie ein Hoax. Oder sind die Kopimisten wirklich die erste konsequente „Netzgemeinde“?


Mp3-Download

Update 10.1.2012: Das schwedische Kammerkollegiet hat bestätigt, dass die Kopimisten tatsächlich anerkannt wurden.

18.01.2012…und die New York Times hat sich die Kopimisten nochmal genau angeschaut: The First Church of Pirate Bay

Stop Online Piracy Act, CC 4.0, Facebook-Lob

Medien und Meinungen für Breitband


Mp3

In der ersten Meldung beschäftigt uns SOPA, ein umstrittenes Gesetzes-Vorhaben zu Online-Piraterie, das gerade in den USA verhandelt wird. Unternehmen und Organisationen machen im Netz dagegen massiv mobil. Kritiker befürchten, dass der “Stop Online Piracy Act” das Web 2.0 unmöglich machen könnte und eine Infrastruktur für Zensur schaffe. Die geplanten Regelungen würden es den USA gestatten, Internetanbieter zur Sperrung von Webseiten zu zwingen, sobald der Verdacht besteht, dass das Urheberrecht oder Markenrecht verletzt worden ist.

Um Urheberrechte geht es auch in der zweiten Meldung. Creative Commons plant eine neue Version der Netz-Lizenzen. Denn mit dem System der derzeitigen CC-Lizenzen, Version 3.0, gibt es in der Praxis immer wieder Probleme. Die neue, vierte Version des Lizenzmodells soll schon vor dem ersten Entwurf öffentlich diskutiert werden. In etwa einem Jahr sollen die Creative Commons 4.0 Lizenzen der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Die dritte Meldung klingt sensationell: Deutsche Datenschützer loben Facebook! Denn Facebook drückt den deutschen Nutzern ihr neues Interface, die sogenannte Chronik nicht auf. Für den Zeitstrahl können sich Nutzer bewusst entscheiden, und dann noch eine Woche an ihr herumdoktorn, bevor alle sie sehen. Wegen der Datenmengen sehen die Datenschützer die Chronik aber gleichzeitig auch kritisch. Einige Nutzer sollen Facebook schon verlassen haben – abstellen kann man die Chronik, mit der auch alte Einträge wieder auftauchen, nicht mehr.

Wie grün ist die Wolke?

IT-Lösungen als smarte Instrumente gegen den Klimawandel: So warb die International Telecommunication Union ITU anlässlich des Klimagipfels in Durban für die Branche. Umweltschutzorganisationen werfen IT-Unternehmen hingegen vor, den Klimawandel selbst voran zu treiben – etwa wenn riesige Serverfarmen mit Kohlestrom betrieben werden. Wie relevant ist der ökologische Fußabdruck der digitalen Welt wirklich Wie grün ist die Wolke? weiterlesen

Das Netz als Karte

Reportage für Breitband

Eine jahrhundertealte Kulturtechnik zur Problemlösung ist die Kartografie. Mit Landkarten, Organigrammen oder Mindmaps versuchen wir, die Welt besser zu verstehen und ihre Vielfalt in den Griff zu kriegen. Im digitalen Zeitalter bekommt Kartierung eine ganz neue Dimension. Das Netz als Karte weiterlesen

Nachhaltigkeit für die Hosentasche

Umweltbewusst und „fairer“ leben ist in der Praxis ziemlich kompliziert. Aber es gibt ja für alles eine App. Jetzt sollen Smartphone-Apps auch helfen, sich im Alltag besser zu entscheiden, um nachhaltiger zu handeln.

Die kleinen Anwendungen scannen unterwegs Barcodes, vermitteln ökologische Zusammenhänge, errechnen CO2-Bilanzen und liefern Informationen zu Produkten und Händlern.

Für DRadio wissen habe ich mit einigen Apps einen kleinen Selbsttest gemacht. Bei Zeit online und dem BNE-Portal der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ gebe ich einen Überblick zu den verschiedenen Apps.
Nachhaltigkeit für die Hosentasche weiterlesen

Djüpp-djüpp-djüpp

Die Plattform quote.fm sammelt Zitate
Breitband-Besprechung


 

Startups sind gelegentlich Unternehmen, die Probleme lösen, von denen wir nicht wussten, dass wir sie haben. Beispiel: Quote.fm – eine Plattform zwischen Bookmarking-Dienst und sozialem Netzwerk, auf der Zitate aus gutem altem Text gesammelt und geteilt werden. Da bekommt man Leseempfehlungen mal anders, nicht über Titel oder Links, sondern verlinkte Textstellen. Ein bisschen mysteriös ist der aktuelle Hype um die Online-Zitatsammlung schon. Für Breitband hab ich mich auf der Seite umgesehen und bin „djüpp-djüpp“ begegnet. Das Zitat stammt nicht von Schwitters, sondern aus dem Wikipedia-Artikel zum Grünfink.

>Mp3 zur quote.fm-Besprechung
>Der isolierte Funkfink
>Der echte Finkfunk
>Connys Fink-Remix

Bild vom Nichtgrün-Fink von Marek_Szczepanek auf Wikimedia, CC-BY-SA

Duqu, Staatstrojaner, Pseudonyme

Breitband – Medien und Meinungen 22.10.2011

Mit dem Herbst kommen die Viren. Und nicht nur die Grippe, auch die Computerviren gingen diese Woche wieder um. Analysten zweier Anti-Viren-Firmen berichten von einem neuen Virus, das Programmiercode mit Stuxnet teilt. Duqu heißt der neue “Hintertürtrojaner”. Außerdem gibt’s Neues von unserem ganz eigenen Staatstrojaner und Google: Der Konzern will Pseudonyme zulassen.
>> Mp3 hören

Bild: Pixel Virus von ssoosay Surian Soosay auf Flickr, CC-by

Blogger nebenan

Vier Klicks in die niederländische Blogosphäre

Für Fluter.de

Neben großen „Shocklogs“ gibt es in den Niederlanden eine vielfältige Szene kleiner Weblogger. Für Fluter.de habe ich junge niederländische Blogger interviewt: Die muslimische Bloggerin Malika, den Kartenfan Marleen, Musikblogger Victor und den Chemiestudenten Aldo.

Das ist mein Name!

Protest fürs Pseudonym und gegen Zwang zum Klarnamen

Breitband Netzkultur


Seit der strikten Politik von Google + ist die Debatte um Klarnamen und Pseudonyme im Netz wieder in vollem Gang. Google+ möchte Profile sperren, wenn der verwendete Name nicht mit dem echten Namen der Person übereinstimmt, und hat das in einigen Fällen auch schon gemacht. Jetzt fordert eine Initiative das Recht ein, sich seinen Online-Namen selbst auszusuchen. „My name is me“ heißt sie. Ich habe mir angeschaut, wer dahinter steckt, und mit Enno Park gesprochen, der als “Ennomane” bloggt. >Mp3-Mitschnitt