Lukas Rieder über Open Source und Social Coding

Lukas Rieder ist Programmierer und begeistert sich für Open Source. Aus seiner Perspektive soll Programmcode offen sein, damit interne Vorgänge von Software-Projekten transparenter werden.

Von Linux bis Diaspora hat Open Source eine lange Tradition in der Entwicklerwelt. Wenn das Programm offen liegt, ist es möglich, gemeinsam daran zu arbeiten und kollektiv von dem zu profitieren, was andere programmiert haben.

Allerdings heißt Open Source nicht gleich „lizenzfrei“, denn es gibt ein „Meer an Lizenzen“, wie Lukas sagt.

Das sogenannte „Social Coding“ findet heute auf Plattformen wie Github statt. Dort können Programmierer eigene Projekte einstellen, die Projekte anderer kommentieren, verbessern und sie „forken“. Ein „Fork„, also eine Gabelung oder Abzweigung, ist die Kopie eines Programm-Repositoriums zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Motto der Github-Entwickler: „Fork me!“

>> Lukas Rieder über „Social Coding“

Diaspora will an Facebook andocken

diaspora_dandy_logo - Source: CC-By-SA, Diaspora/Flickr: Horiavarlan

In der letzten Woche ging das dezentrale soziale Netzwerk Diaspora, das eine Alternative zu Facebook werden will, an den Start. Als „Pre-Alpha-Version“ veröffentlicht wurde der Software-Code, den Entwickler jetzt kopieren und nach dem Open-Source-Prinzip verbessern können. Für Oktober ist eine Version angekündigt, die jeder nutzen kann. Anstatt eigene Daten einer zentralen Plattform wie Facebook zu überlassen, betreut jeder Nutzer sie bei Diaspora selbst. Mit dem Programmierer Lukas Rieder habe ich Diaspora schon mal ausprobiert und die Roadmap angeschaut. Was uns zunächst überraschte: Die Facebook-Integration ist eines der nächsten Ziele der Entwickler. >Breitband/Medien und Meinungen

„Diaspora dandy logo“:
joindiaspora/media, Horia Varlan (Flickr), CC-by-SA

Nils Dagsson Moskopp: Kultur für alle

Nils Dagsson Moskopp aka erlehmann
Nils Dagsson Moskopp hat ein CC-Plugin für die Blog-Software WordPress programmiert. Damit können Blogger Fotos, Videos und Audios mit einer Creative-Commons-Lizenz darstellen.

Creative Commons erlaubt Urhebern, selbst zu entscheiden, wie sie ihre Werke im Netz lizensieren möchten. Ob andere sie ganz frei, für kommerzielle oder nur nicht-kommerzielle Nutzung verwenden und verändern dürfen oder nicht.

Auch, wenn Nils Moskopp die Entscheidungsmöglichkeit durch Creative Commons gut heißt und ihre Umsetzung durch sein Plugin vereinfachen möchte – der 22-jährige Programmierer und Blogger glaubt selbst nicht an Einschränkungen. Aus seiner Sicht gehört Kultur der Gemeinschaft, die diese Werke auch frei nutzen, verändern und „remixen“ können soll.

Audio als mp3
Audio als ogg


Slow Media

NetzReport für DRadio Wissen
Sabria David hat das "Slow Media"-Manifest verfasst
Immer schneller werden heute Informationen generiert, abgerufen und ausgetauscht. Dabei scheint die Fähigkeit zur Konzentration und zum bewussten Umgang mit Informationen mitunter auf der Strecke zu bleiben. Die Verfasser des Slow Media Manifests fordern deshalb: Slow down! Aber was heißt das konkret? Sollen wir etwa zurück in die Netzsteinzeit? Zum Beitrag…

Keine Pepsi für die Wissenschaft

ScienceBlogs-Community protestiert gegen Advertorial

erschienen auf: Breitband

Redaktionelle Inhalte und Werbung sollen unterscheidbar sein, das ist ein journalistischer Grundsatz. Doch immer wieder schleichen sich “Advertorials” in vermeintlich unabhängige Publikationen ein: Als Journalismus verkleidete Werbung, zum Beispiel in Form von als Artikeln aufgearbeiteten Pressemitteilungen. Dass das auch bei Bloggern auf Kritik stößt, musste kürzlich die Blogplattform ScienceBlogs schmerzhaft feststellen. Nachdem ScienceBlogs ein von der Firma Pepsi gesponsertes Blog veröffentlichte, verließen wichtige Blogger die Plattform. Mehr…

Nie mehr tonlos zwitschern!

Mikroblogging-Dienste für Tonaufnahmen im Überblick

birds like to ... Picture by Migraine Chick on Flickr: http://www.flickr.com/photos/migrainechick/3196533447/ CC Generic 2.0: http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/erschienen auf Breitband

Wenn die Netzvögel zwitschern, hört man höchstens Tasten klappern. Twitter hat zwar den Vogel zum Icon und das Getschilpe zum Programm erhoben, doch die 140-Zeichen-Nachrichten auf dem Mikroblogging-Dienst bestehen vor allem aus einem: Text. Der bewegt sich lautlos durchs Netz, hyperverlinkt zwar hier und da, aber nicht so wirklich audiofreundlich. Das Potenzial der Verbindung von Audio, Mikroblogs und Netzwerken wollen verschiedene Dienste erschließen, die speziell auf Audio-Mikroblogging ausgerichtet sind. Mehr…

Bild: „birds like to …“ by Migraine Chick on Flickr. CC Generic 2.0.

Vermaschte Netze

Ein Router mit analogem Telefonanschluss soll Entwicklungsländern günstig Telefonie und Internet bringen

erschienen bei Telepolis

Elektra und die Betaversion der Mesh Potato

Berlin-Friedrichshain, kurz hinter der Modersohn-Brücke. Von den Dächern der Wagenburg leuchten Solarpanels, ein kleiner Weg führt hinunter zu den bunten Lastern und Hängern. In der Mitte, im Wagen mit der spitzesten Antenne, wohnt Corinna Aichele, in der Freifunk- und Hacker-Community Berlins als ‚Elektra‘ bekannt. Sie ist eine der Pionierinnen der drahtlosen Mesh- Technologie und arbeitet derzeit an einem neuen Gerät: Die ‚Mesh Potato‚ ist ein Router mit analogem Telefonanschluss. Das Gerät soll Gegenden mit schlechter Infrastruktur günstig und einfach mit Telefonie und Internet versorgen. Mehr…