Das Laboratoire Deberlinisation hat sich aufgemacht, Afrika zu entberlinisieren. Mit der imaginären panafrikanischen Währung “Afro” wollen die Künstler des Laboratoire auf die Wirkungen der in Berlin 1884/5 entschiedenen Teilung Afrikas aufmerksam machen. (weiterlesen…)
Der Afro: “Die stärkste Währung der Welt”
Donnerstag, 25. März 2010Klangportraits
Mittwoch, 03. März 2010Was ist Klang, und wie erforscht man ihn?
Darum ging es auf dem Symposium “Auditive Medienkulturen” Mitte Februar. Kunst-, Geistes- und Medienwissenschaftler diskutierten in Siegen über eine neue interdisziplinäre Klangwissenschaft. Im Auftrag der Veranstalter war ich an der Dokumentation beteiligt.
Was also ist Klang? Und was möchte die Klangwissenschaft erforschen? Ich habe einige Teilnehmer gefragt. (weiterlesen…)
Blumenkinder 2.0
Freitag, 27. November 2009erschienen bei den Blogpiloten
„Jeder bereitet sich auf die Arbeit vor, aber bereitet Arbeit auf irgendwen vor?“ Schon beim Motto von Palomar5 muss man um die Ecke denken und kommt doch nicht an. So ging es wohl auch den 30 Teilnehmern des sechswöchigen Innovations–Camps in Berlin. Aus hunderten Bewerbern hatten die Organisatoren ein buntes Grüppchen Twenty–Somethings aus aller Welt zusammengestellt. Ihre Aufgabe: Neue Arbeitsumwelten für die digitale Generation zu entwerfen. Doch radikal neue Ansätze entstanden hier am Ende nicht. Das war enttäuschend, aber auch schön. Artikel lesen…
Flarf ist Patalyrik
Mittwoch, 22. Juli 2009erschienen in: quillp magazin
Es war einmal Roi Ubu, ein kleiner König mit aufmüpfigen Darmwindungen, dem gerne das schöne Wort “Merdre!” entfuhr. Sein geistiger Vater, Alfred Jarry, schuf die Pataphysik, die “Wissenschaft der imaginären Lösungen”, erstmals erwähnt 1893 und dann höchst infektiös: Picasso und Miró porträtierten Ubu und seine alte Dame, die Beatles ließen ihre quizzical Joan zuhause Pataphysik üben. Große Denker, unter anderem Umberto Eco oder Jean Baudrillard, schlossen sich der pataphysischen Bewegung an und organisierten sich im College de Pataphysique und dem London Institute of Pataphysics…Vive la Pataphysique! Seit einigen Jahren hat die Pataphysik nun eine lyrische Schwester: Den Flarf. Mehr…
Furchtlose Gegenorte
Donnerstag, 16. Juli 2009erschienen in: Neues Deutschland
Bethanien zeigt Arbeiten freier Istanbuler Kunstprojekte
In Istanbul ist Gottesfurcht schwer umstritten. Die 2007 entstandene Plakatserie des Istanbuler Künstlerkollektivs Hafriyat, derzeit in der Ausstellung Istanbul Off-Spaces zu sehen, wurde sowohl von islamischer als auch staatlicher Seite zur Provokation erklärt. Noch vor Ausstellungseröffnung warf die türkische Zeitung Vakit den Künstlern vor, religiöse Gefühle zu verletzen. Mehr…
Schlaflos an der Admiralbrücke
Donnerstag, 25. Juni 2009erschienen in: Neues Deutschland
Anwohner der Admiralbrücke können nachts nicht schlafen und laufen morgens durch Scherbenhaufen.
“Brrrt, brrrt, Papadam!”, schallt es grell über die Admiralbrücke. Nicht nur der umtriebige Bangladeshi mit dem Eimer voll pfeffriger Backwaren hat die Brücke über dem Landwehrkanal für sein Geschäft entdeckt. Je wärmer die Abende, desto voller die Brücke, desto besser der Umsatz – das wissen auch Flaschensammler, Straßenmusiker und die Betreiber der Pizzeria und des Kiosks nebenan. Seit einigen Sommern versammelt sich Abend für Abend ein buntes Völkchen auf der verkehrsberuhigten Brücke und genießt bei Musik, Eis, Pizza und Bier die mediterrane Atmosphäre. Für viele ist es die “ultimative Berlin-Experience” und dank Erwähnung in Reiseführern längst kein Geheimtipp mehr. Spät nachts allerdings kippt häufig die friedliche Atmosphäre. Weiter…
Boxen für Bachmann
Donnerstag, 25. Juni 2009erschienen in: quillp magazin
Am Mittwoch fiel in Klagenfurt der Startschuss für das Wettlesen um den Bachmannpreis. 14 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich werden drei Tage lang um den mit 25 000 Euro dotierten Ingeborg-Bachmann-Preis und vier weitere Preise kämpfen. Mehr…
Funk that Lecture
Donnerstag, 18. Juni 2009erschienen in: quillp magazin
Rio de Janeiro gilt als geteilte Stadt – auf der einen Seite die wohlhabenderen Stadtviertel, auf der anderen die Armenghettos Favelas. Stadtsoziologe Stephan Lanz fuhr 2005 mit einer Seminargruppe der Europa-Universität Viadrina in die brasilianische Metropole, um die Subkulturen der Favelas zu erforschen. Nach fast zweiwöchiger Recherche kamen die jungen Kulturwissenschaftler mit einer solchen Fülle an Material zurück, dass es die universitäre Schublade sprengte – und wurden von Studenten zu Herausgebern: “Funk the City” heißt das Buch, dass sie jetzt vorstellten. Mehr…
Die Männerversteherin
Freitag, 13. Februar 2009
erschienen in: Neues Deutschland
Annett Louisan stellte am Mittwoch ihre neue Platte Teilzeithippie im Tempodrom vor
“Ich will doch nur spielen. Ich tu’ doch nichts”, sang Annett Louisan 2004.
Spielen kann sie wirklich gut. Dass sie dabei klingt, als sei das Rest-Helium noch nicht verflogen, gehört zum Konzept.
Auf ihrer Tournee zum vierten Album Teilzeithippie mimt sie wieder die ewige Kindfrau; mal kokett, mal leicht frustriert, aber immer mit ganz viel Verständnis fürs andere, ihr völlig ausgelieferte Geschlecht. Weiter…
[Foto: Jim Rakete]
ACUD in Not
Dienstag, 10. Februar 2009erschienen am 10.2.2009 in: Neues Deutschland
Der Kunstverein steht offenbar vor der Insolvenz
Das ACUD bangt um seine Existenz. Der Kulturverein steckt schwer in den Schulden und wird voraussichtlich Insolvenz anmelden müssen.
Die desolate Lage bestätigte Torsten Wunderlich, künstlerischer Leiter des Kunsthauses in der Veteranenstraße: “Der Verein ist in extremen Schwierigkeiten.” Laut Wunderlich, der die künstlerische Leitung erst vor zwei Wochen übernommen hatte, kann der Verein seine laufenden Kosten nicht mehr decken. Mehr…
