Uni als Show

Wenn der halbe Hörsaal die Facebook-Timeline durchstöbert oder neue Schuhe shoppt, können auch Harvard-Dozenten schon mal verzweifeln. Doch statt Laptop- und Smartphone-Verbote zu erlassen, gehen manche mit der Zeit und verwandeln ihre Vorlesung in eine Show, die locker mit YouTube und Co. mithalten kann.

Radio-Beitrag für die Sendung „Campus & Karriere
Deutschlandfunk | 21.6.2016 | 14:35 | 4 Min. | „Uni als Show“ weiterlesen

Die Fahrradbotschaft

bikeberlin

In welchem Land gibt es mehr Fahrräder als Einwohner? Richtig geraten: In den Niederlanden wird geradelt, was das Zeug hält. Dazu gibt es großzügige Radwege und Fahrradgaragen, die tausende von Rädern fassen. Die „Dutch Cycling Embassy“ möchte die holländische Radkultur jetzt zum internationalen Exportgut machen. Auf der VELO in Berlin habe ich eine ihrer „Botschafterinnen“ getroffen.

Deutschlandradio Kultur | Politik und Soziales | 23.03.2015 19:20

Der Fußabdruck unserer Gadgets


Wieso landen unsere Geräte so schnell auf dem Müll und in der Schublade, wenn ihre soziale und ökologische Bilanz so verheerend ist – und wie ändern wir das? Bei Breitband diskutiert Philip Banse mit Gästen. Ich habe die Talk-Sendung redaktionell vorbereitet.

Foto: Die Elektroschrotthalde Agbogbloshie in Ghana. Foto: Marlenenapoli, Wikimedia Commons, CC0

Eins mit der Technik?

Die einen gruseln sich davor, andere können es kaum erwarten: Computer, die wie Kleidung sind – etwa die „Google-Brille“, die das Netz direkt vor unser Auge bringt. Ist das der notwendige nächste Schritt nach dem Smartphone? Wie weit wollen wir mit unserer Technik verschmelzen?

Breitband-Talk mit Gesche Joost, Karsten Weber und Philip Banse. Redaktion: Anja Krieger.

Jetset des Guten und Halbguten

In der Le Monde Diplomatique ist heute morgen eine ganz großartige Geschichte von Kathrin Röggla.

Es geht um „die Vielflieger“. Röggla erzählt den Flug einiger jetsettender Weltverbesserer. Von der WHO-Dame bis zum Public-Private-Partnership-Berater sitzen sie alle zusammen im Flieger, um „top down“ auf die Welt abzuspringen und Gutes zu verbreiten.

Einer hat vor, die Schulbuchwelt Kirgisiens in nur zwei Tagen zu retten. Der Nachhaltigkeitsprofessor ist aufgestanden und übt schon mal für seinen Vortrag über die Grenzen des Wachstums, indem er den anderen Fluggästen Flugdiät predigt.

„Wir finden das im Prinzip richtig, was er sagt, wir wollen unser Leben ja alle ändern, sitzen aber noch im Flugzeug und wissen noch immer nicht, ob jetzt noch Drinks kommen. Oder doch eher Einbrüche an den Rohstoffmärkten (…).“

Von hinten nervt der Wassermensch mit vernebelten Schwaden über Baumwollbauern in Usbekistan.

„Aber wir sind ja im Prinzip unterwegs im Guten oder Halbguten. Wir wollen den Aufbau, die Verbesserung der Lebensqualität, auch wenn unsere Arbeit uns oft vergeblich erscheint. Hier in Reihe 4 bis 9. Weiter hinten, das wissen die Götter. Die Reihe 27 macht beispielsweise andauernd Lärm. Sind das Investmenthaie, die gekommen sind? Die, die in Sachen Ölpipeline unterwegs sind?“

Der Landeanflug kommt irgendwie überraschend, und in welcher Stadt ist man nochmal genau?

Zellen bloggen

Die Pflanzen der Prinzessinnengärten ziehen ins Theater, und ich ziehe mit. Also lockert eure Wurzeln und kommt vorbei! Es gibt Guerilla Gardening, Konzerte, Suppe, Kunst, Vorträge und Workshops. Nachzuschauen unter „Programm“ auf dem Zellenblog.

„Zellen. Life Science – Urban Farming“, 11. bis 21. November 2010.

Die stärkste Währung der Welt – Baruch Gottlieb und Mansour Ciss

Das Laboratoire Deberlinisation hat sich aufgemacht, Afrika zu entberlinisieren. Mit der imaginären panafrikanischen Währung „Afro“ wollen die Künstler des Laboratoire auf die Wirkungen der in Berlin 1884/5 entschiedenen Teilung Afrikas aufmerksam machen.

Der Wert ihrer Währung sei hoch, sagt Baruch Gottlieb, in Berlin lebender Kanadier, der mit dem Senegalesen Mansour Ciss das Laboratoire betreibt: „Der Afro ist die stärkste Währung der Welt“. Weil man so eine schwere Währung nicht ständig in der Tasche spazieren führen will, gibt es die Afro Express Card. Die lässt sich bequem übers Netz beantragen. Noch wird die Währung außerhalb des Laboratoires selten akzeptiert. Aber vielleicht trägt sie dazu bei, worauf Baruch Gottlieb und Mansour Ciss fest hoffen: Dass es Afrika eines Tages besser geht.

Klangportraits

Was ist Klang, und wie erforscht man ihn?

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Darum ging es auf dem Symposium „Auditive Medienkulturen“ Mitte Februar. Kunst-, Geistes- und Medienwissenschaftler diskutierten in Siegen über eine neue interdisziplinäre Klangwissenschaft. Für die Veranstalter war ich an der Dokumentation beteiligt.

Was also ist Klang? Und was möchte die Klangwissenschaft erforschen? Ich habe einige Teilnehmer gefragt. „Klangportraits“ weiterlesen