Sehtest für den Satellit

Vor gut einem Jahrzehnt launchten Googles Kartendienste Earth und Maps. Seitdem haben wir alle ein kleines Abbild der Welt auf dem Computer. Die US-amerikanische Autorin und Künstlerin Ingrid Burrington verarbeitet Luftaufnahmen zu Kunst, die von der Entstehung der Satellitenbilder und den Widersprüchen darin erzählt. Die Ausstellung der Autorin von „Networks of New York“ ist noch bis zum 11. November in der Nome-Gallerie in Berlin-Friedrichshain zu sehen. Beitrag nachlesen

Deutschlandradio Kultur | Zeitfragen | 22.09.2016 | 19:10 | 7 Min.

Der Schlamm seltener Erden

Radio-Beitrag für die Sendung „Zeitfragen“

Vasen aus radioaktivem Schlamm, der bei der Verarbeitung seltener Erden für elektronische Geräte anfällt und Roboter als Künstler in einer Zeichenklasse: die Ars Electronica-Ausstellung „Human Factor – Endless Prototyping“ in Berlin beschäftigt sich mit dem Verhältnis Mensch-Maschine. Ich habe sie besucht und mit den Künstlern gesprochen. Online-Version lesen

Deutschlandradio Kultur | 1.9.2016 | 19:07 | 6 Minuten

Datenspuren – Operation Olympic Games

Der Künstler James Hoff infiziert sein Klangmaterial mit Schadsoftware und nutzt Programme wie Stuxnet, Flame oder Skywiper als Kompositionswerkzeuge. Er entwirft ein spekulatives Szenario. Wie klingt es, wenn sich ein Virus verselbstständigt? Funktionieren manche Ideen nicht wie Viren? In der Sendung erläutert der Medienwissenschaftler Danny Snelson die Faszination für den eingeschleusten Code und James Hoffs Musik.

Übersetzung aus dem Englischen: Anja Krieger

Deutschlandradio Kultur | Klangkunst | 13.03.2015 | 00:05 Uhr

Sterile Fische aus der Maschine

Das Künstlerpaar Revital Cohen und Tuur Van Balen erkundet die Grenze zwischen natürlichem und künstlichem Leben. Ich habe mir ihr neues Werk Sterile, zu sehen in Berlin, angeschaut: Sterile Fische, die von einer Maschine produziert werden und selbst zu Maschinen werden:

Im Gespräch mit dem Künstler Tuur van Balen (ab Minute 36):
(Breitband 31.01.2015 im Deutschlandradio Kultur)

Im Gespräch mit dem Kurator Jens Hauser (ab Minute 14)
(Zeitfragen 29.01.2015 im Deutschlandradio Kultur)

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Ich saß im Baum und wollte fliegen

„Meine Strichmännchen mit vier Jahren sahen mehr aus wie Vögel als Menschen, und das ist seitdem nicht besser geworden.“ So erinnert sich Lars Jonsson an den Beginn seiner Leidenschaft für die Vogelmalerei. Mittlerweile kommt kein Ornithologe Europas an dem schwedischen Künstler vorbei, der mit fünfzehn Jahren seine erste Ausstellung im Museum für Naturgeschichte in Stockholm hatte. Heute lebt Jonsson auf der Insel Gotland. Ich habe ihn dort besucht.

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Reportagerätsel

Vor kurzem war ich mal wieder auf Reportage, und deshalb gibt es heute ein Bilderrätsel. Also, was denkt ihr: Welchen Künstler habe ich hier besucht? Schaut euch das Bild genau an – es sind mehrere Hinweise darauf versteckt.

Euch vermeiden, mich verlieren

Radio-Beitrag für die Sendung „Breitband“

Die Stadt der Zukunft ist angeblich vernetzt und ganz besonders effizient. Doch es geht auch anders. Statt besonders „smart“ von A nach B zu sausen, kann man sich in der Stadt auch wunderbar verlieren und gegenseitig aus dem Weg gehen. Natürlich gibt es dafür spezielle Apps! Ich habe sie getestet. Vor der Reportage gibt es ein Interview mit dem Erfinder der App mit Namen „Hell is Other People“ zu hören:

Die Fotos dazu:

Antrag auf Freiflug zum nächsten Baum

Neulich rief die Kekstesterin an und hatte keine Kekse im Kopf, sondern die Lange Nacht der Illustration, die an diesem Abend in Berlin stattfand. Also zogen wir los, wanderten von Ort zu Ort und besuchten Buchhandlungen, Kunstläden und Ateliers.

In der schwankenden Weltkugel blieben wir hängen. Dort stellte die Illustratorin Ana Janeva ihr Buch „Gagala“ vor, ein Buch, das in keinen Bücherschrank passt und in keinem Verlag verlegt ist. „Und das bleibt in Zukunft auch so.“ Das Buch im Großformat wird nur in einer kleinen, per Hand im Bethanienhaus gefertigten Auflage hergestellt.

Ana Janeva wurde 1979 in Sofia in Bulgarien geboren. In „Gagala“, ihrer Diplomarbeit, erzählt die Zeichnerin von Befreiung, Migration, Neuanfang, und davon wie die, die vor unerträglichen Zwängen geflüchtet sind, selbst wieder neue aufbauen. Eine Fabel auf das Ausländerrecht. „Antrag auf Freiflug zum nächsten Baum“ weiterlesen