Mey Lean Kronemann über Monogamie

Im Projekt der Berliner Künstlerin Mey Lean Kronemann geht es um Beziehungen: Beim Lovepicking öffnet sie die Liebesschlösser, die Paare zum Zeichen ihrer Verbundenheit an Brücken hängen, rekombiniert sie und setzt sie wieder zusammen. Das Lockpicking, das zerstörungsfreie Öffnen von Schlössern, hat in Hackerkreisen lange Tradition. „Mey Lean Kronemann über Monogamie“ weiterlesen

Matthias Bauer über Nerd-Gesundheit

Lange Nachtschichten vorm Bildschirm, wachgehalten von Kaffee und Koffein, schlechte Ernährung, wenig Schlaf: Für viele Hacker und Computer-Nerds ist der Körper ein System, das sie gern vernachlässigen, oder auch “eher so’n Ding, was man loswerden will in möglichst naher Zukunft, und sich uploaden, und dann ist alles ok.“ Das beobachtet Programmierer und Berater Matthias Bauer, der viel in der Szene unterwegs ist – und den Nerds wieder ihren Körper nahe bringen will.

Für Breitband

Daniela Silva über den Hackerbus

Wenn in einer brasilianischen Kleinstadt ein Reisebus anhält und statt Stadtführung ein politischer Workshop dabei heraus kommt, stehen die Chancen nicht schlecht, Daniela Silva zu treffen. Mit dem Hacker Bus aus São Paulo bringt die junge Frau die Kultur der Hacker und Selbermacher in den Rest des Landes „Daniela Silva über den Hackerbus“ weiterlesen

Rodolfo Soler on Saving IT Energy



 
Rodolfo Soler is a 23-year old mechanical engineer from Spain specializing in thermal power plants. He believes that we waste a lot of energy by failing to chose the right devices for the tasks we want to perform: For simple tasks like browsing the web or watching a video, we don’t need powerful computers anymore. For computers that use more energy than we need, Soler proposes the technique of „underclocking“ – lowering the settings in the computer so it uses less power.

In his talk „Green Computing and Underclocking: Saving energy“ Rodolfo Soler explains how to underclock devices – which is easier for some and harder for other brands. Apple unfortunately makes underclocking very hard, Soler says.

Antonio Zavagli über den Bauernmarkt



 
Antonio Zavagli bloggt über den Bauernmarkt. Er arbeitet als Webentwickler in München. Als Antonio von Pisa nach Deutschland zog, fand er im Supermarkt kein gutes Gemüse mehr. Fleisch- und Lebensmittelskandale geisterten durch die Medien. Um besser zu verstehen, woher seine Essen kommt, stellte Antonio seine Ernährung um. Heute kauft er, soweit es geht, nur noch auf regionalen Bauernmärkten. Was er dabei erlebt, einkauft und kocht, erzählt er in seinem Blog, mit vielen schönen Fotos, leckeren Rezepten und dank der Hilfe seiner Freundin, die alles ins Deutsche überträgt.

„Dass du wirklich weißt, woher das Gemüse kommt und wie es produziert worden ist, ist sehr schwierig, wenn die Kette so lang ist.“

> Mehr Foodblogs auf dem BNE-Portal

Foto: Antonio Zavagli / privat

Ideas are nothing: Erik Hersman and Ken Banks

The crowdmapping plattform Ushahidi has become quite well-known after its application in the aftermath of the Haiti earthquake. Ushahidi software is now used allover the world. Erik Hersman, left, co-founded the project and is currently its Director of Operations. Ken Banks on the other side of the table invented FrontlineSMS, a bulk-messaging tool for texting with mobiles. He heavily disagrees with Erik on who first started the revolution. Despite this ongoing conflict, @whiteafrican and @kiwanja got together at ICTD2010 to talk about innovation in information and communication technologies and development. I recorded what they said about research on ICTD, „practicioners“ vs. academics, and ideas born in distant bedrooms.


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Lukas Rieder über Open Source und Social Coding

Lukas Rieder ist Programmierer und begeistert sich für Open Source. Aus seiner Perspektive soll Programmcode offen sein, damit interne Vorgänge von Software-Projekten transparenter werden.

Von Linux bis Diaspora hat Open Source eine lange Tradition in der Entwicklerwelt. Wenn das Programm offen liegt, ist es möglich, gemeinsam daran zu arbeiten und kollektiv von dem zu profitieren, was andere programmiert haben.

Allerdings heißt Open Source nicht gleich „lizenzfrei“, denn es gibt ein „Meer an Lizenzen“, wie Lukas sagt.

Das sogenannte „Social Coding“ findet heute auf Plattformen wie Github statt. Dort können Programmierer eigene Projekte einstellen, die Projekte anderer kommentieren, verbessern und sie „forken“. Ein „Fork„, also eine Gabelung oder Abzweigung, ist die Kopie eines Programm-Repositoriums zu einem bestimmten Zeitpunkt. Das Motto der Github-Entwickler: „Fork me!“

>> Lukas Rieder über „Social Coding“

Nils Dagsson Moskopp: Kultur für alle

Nils Dagsson Moskopp aka erlehmann
Nils Dagsson Moskopp hat ein CC-Plugin für die Blog-Software WordPress programmiert. Damit können Blogger Fotos, Videos und Audios mit einer Creative-Commons-Lizenz darstellen.

Creative Commons erlaubt Urhebern, selbst zu entscheiden, wie sie ihre Werke im Netz lizensieren möchten. Ob andere sie ganz frei, für kommerzielle oder nur nicht-kommerzielle Nutzung verwenden und verändern dürfen oder nicht.

Auch, wenn Nils Moskopp die Entscheidungsmöglichkeit durch Creative Commons gut heißt und ihre Umsetzung durch sein Plugin vereinfachen möchte – der 22-jährige Programmierer und Blogger glaubt selbst nicht an Einschränkungen. Aus seiner Sicht gehört Kultur der Gemeinschaft, die diese Werke auch frei nutzen, verändern und „remixen“ können soll.

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Die stärkste Währung der Welt – Baruch Gottlieb und Mansour Ciss

Das Laboratoire Deberlinisation hat sich aufgemacht, Afrika zu entberlinisieren. Mit der imaginären panafrikanischen Währung „Afro“ wollen die Künstler des Laboratoire auf die Wirkungen der in Berlin 1884/5 entschiedenen Teilung Afrikas aufmerksam machen.

Der Wert ihrer Währung sei hoch, sagt Baruch Gottlieb, in Berlin lebender Kanadier, der mit dem Senegalesen Mansour Ciss das Laboratoire betreibt: „Der Afro ist die stärkste Währung der Welt“. Weil man so eine schwere Währung nicht ständig in der Tasche spazieren führen will, gibt es die Afro Express Card. Die lässt sich bequem übers Netz beantragen. Noch wird die Währung außerhalb des Laboratoires selten akzeptiert. Aber vielleicht trägt sie dazu bei, worauf Baruch Gottlieb und Mansour Ciss fest hoffen: Dass es Afrika eines Tages besser geht.