Ein Spreeufer für Kreuzberg

Freitag, 11. Dezember 2009

Spreeufererschienen in: taz, die tageszeitung

Der Bezirk will einen bis zu 20 Meter breiten, öffentlich zugänglichen Uferstreifen. Kritiker finden das unwürdig – ein Bürgerentscheid hatte 50 Meter gefordert.

Schon Ende des Jahres 2010 soll man in Kreuzberg entlang der Spree spazieren können. Das versprach Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne) am Donnerstagabend auf der öffentlichen Vorstellung der Planungsleitlinien für den Bereich von der Schillingbrücke am Ostbahnhof in Richtung Oberbaumbrücke bis zur Köpenicker Straße 10a.

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Girl Power und Respekt

Samstag, 08. August 2009

erschienen in: Neues Deutschland

“Cultures of Berlin” aktiviert junge Potenziale an Marzahner und Neuköllner Schulen

Jetzt steht Peter nur noch auf seinen Händen und hebt die Beine seitlich in die Luft – “Ein Babyfreeze – da kann man schon mal klatschen”, lobt Workshop-Leiter Mickey, der gerade dreizehn Jugendliche in der Turnhalle der Neuköllner Walter-Gropius-Schule in die Kunst des Breakdance einführt. Mehr… 
 
 

Schlaflos an der Admiralbrücke

Donnerstag, 25. Juni 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Anwohner der Admiralbrücke können nachts nicht schlafen und laufen morgens durch Scherbenhaufen.

“Brrrt, brrrt, Papadam!”, schallt es grell über die Admiralbrücke. Nicht nur der umtriebige Bangladeshi mit dem Eimer voll pfeffriger Backwaren hat die Brücke über dem Landwehrkanal für sein Geschäft entdeckt. Je wärmer die Abende, desto voller die Brücke, desto besser der Umsatz – das wissen auch Flaschensammler, Straßenmusiker und die Betreiber der Pizzeria und des Kiosks nebenan. Seit einigen Sommern versammelt sich Abend für Abend ein buntes Völkchen auf der verkehrsberuhigten Brücke und genießt bei Musik, Eis, Pizza und Bier die mediterrane Atmosphäre. Für viele ist es die “ultimative Berlin-Experience” und dank Erwähnung in Reiseführern längst kein Geheimtipp mehr. Spät nachts allerdings kippt häufig die friedliche Atmosphäre. Weiter…

Sonderbare Vergabe am Oberbaum

Dienstag, 23. Juni 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Überraschend bekam der Mieter den Zuschlag für das “Oberbaumdreieck” – zu gesalzenem Preis

Ralph Borchert steht vor seinem neuen Grundstück an der Oberbaum-Brücke und sieht zu, wie zwei seiner Mitstreiter das Plakat abmontieren. “Berliner, in welcher Stadt wollt ihr leben?” stand da in großen Lettern. Gemeint war der Verkauf des Grundstücks und das geplante Hotel. Jetzt hat der Wind das Plakat gelöst, wie auf Zuruf. Überraschend hat Ralph Borchert das Tauziehen um das “Oberbaumdreieck” gewonnen. Anfang Juni unterschrieb der Geschäftsführer der Max Borchert GmbH den Kaufvertrag für das Gelände. Wieso er und nicht der Investor mit den Hotelplänen den Zuschlag vom Liegenschaftsfonds bekam, darüber kann Borchert nur spekulieren. Mehr…

Bildungsnomaden auf Mittelsuche

Donnerstag, 18. Juni 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Schüler, Studenten und Lehrer demonstrieren gemeinsam gegen die gegenwärtige Bildungspolitik

Der Schulleiter ist nicht einverstanden, dass Jana Luck heute hier ist. Die 17-jährige Schülerin des Heinz-Berggrün-Gymnasiums ist trotzdem zum Roten Rathaus gekommen, um gegen die schlechten Bedingungen im Bildungssystem zu demonstrieren. In der Sonne vor dem Rathaus herrscht am Mittwoch Andrang. Rund zwölftausend Menschen nehmen laut Polizei an der Demonstration teil – Studenten, Schüler, Lehrer und Universitätsmitarbeiter. Aus Lautsprechern wummern kämpferische Bässe, die Rednerin ist kaum zu verstehen. Dabei sind auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di sowie linke Bündnisse. So verschieden die Teilnehmer, so einhellig ist die Meinung: Es fehlt an Personal und Geld. Mehr…

Die Kita-Akademikerinnen

Freitag, 22. Mai 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Das Berufsbild der Erzieherinnen wandelt sich, die schlechten Arbeitsbedingungen bleiben

Der Quantensprung fand in Berlin vor gut fünf Jahren statt: An der Alice-Salomon-Hochschule entstand 2004 der deutschlandweit erste grundständige Studiengang für Erzieherinnen und Erzieher. Seitdem können angehende Erzieherinnen im Fach “Erziehung und Bildung im Kindesalter” lernen, wie man Kinder von der Geburt bis zum Ende des Grundschulalters optimal und ganzheitlich fördert. Mehr…

Ver.di: Hilferufe der Kitas kommen an

Freitag, 27. Februar 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Zwölf Brandbriefe mit 300 Unterschriften / Über 500 Erzieherinnen im Rathaus Schöneberg

“Endlich kommen die Hilferufe der Kolleginnen und Kollegen aus den Kindertagesstätten an”, sagte gestern Heidrun Westkemper von ver.di. Die Dienstleistungsgewerkschaft begrüßte die gemeinsamen Aktionen der Berliner Kitaträger und forderte politische Entscheidungen zur Verbesserung der Situation in den Kindertagesstätten.

Nach den Schulen hatten am Mittwoch auch die Kitas Alarm geschlagen. In Brandbriefen an Bildungssenator Jürgen Zöllner (SPD) und einer Expertenrunde im Rathaus Schöneberg machten sie auf die schlechte Situation an den Kindertagesstätten aufmerksam. Etwa 300 Mitarbeiter setzten ihre Unterschrift unter die zwölf Brandbriefe, mehr als 500 kamen zu der vom Kitabündnis initiierten Podiumsdiskussion. “Die Decke ist zu kurz”, fasste Erziehungswissenschaftlerin Susanne Viernickel von der Alice-Salomon-Fachhochschule die Lage der Berliner Kitas zusammen. Weiter…

“Viele Leute kennen ihre Rechte nicht”

Dienstag, 03. Februar 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Die Wohlfahrtsverbände schicken zum “Monat der Beratung” einen Informationsbus auf Tour

Der Beratungsbus der Wohlfahrtsverbände fährt im Februar wieder durch die Bezirke von Mitte bis Marzahn. Mitarbeiter verschiedener Beratungsstellen informieren zu Themen wie Hartz IV, Schulden oder drohender Wohnungslosigkeit. Dieser Tage steht der Bus gegenüber dem Jobcenter Neukölln an der Silbersteinstraße. Vor dem Eingang haben die Mitarbeiter der gemeinnützigen Gesellschaft zur Betreuung Wohnungsloser und sozial Schwacher mbH (GEBEWO) einen kleinen Stand aufgebaut, zu intensiveren Beratungen geht es aus der eisigen Kälte in den beheizten Bus. Weiter…

Glücksrad zur Armut

Mittwoch, 28. Januar 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Geschätzte 17 000 Personen in Berlin sind spielsüchtig. Hilfe finden sie im Café Beispiellos

An Spielotheken vorbei zu gehen, fällt Frank G.* immer noch nicht leicht. Dabei ist der Glückspielsüchtige schon seit längerem “trocken”, wie er die Abstinenz nennt. Vor drei Jahren kam er das erste Mal ins Café Beispiellos in Kreuzberg, der einzigen Beratungsstelle für Glücksspielsüchtige in Berlin. Die Einrichtung des Caritasverbandes ist seit 21 Jahren Anlaufstelle für Glücksspieler. Mehr…

Kleine Schulden, große Krisen

Dienstag, 20. Januar 2009

erschienen in: Neues Deutschland

Seit zehn Jahren hilft die Kreuzberger Schuldnerberatung Menschen am finanziellen Abgrund

Einmal durchs vollgepackte Wartezimmer des Bezirksamts, den langen Gang hinunter und durch eine bunt beklebte Glastür – die Schuldner- und Insolvenzberatung Friedrichshain-Kreuzberg liegt im hintersten Eckchen des Rathauses Kreuzberg an der Yorckstraße. Doch wer knietief in der Schuldenfalle sitzt, tut gut daran, sich zu Susanne Wilkening und ihrem Team durchzufragen. Denn seit zehn Jahren beraten die Mitarbeiter der AWO hier verschuldete Privatpersonen und setzen alles daran, ihnen aus der Klemme zu helfen. Mehr…