Der Fußabdruck unserer Gadgets

Wieso landen unsere Geräte so schnell auf dem Müll und in der Schublade, wenn ihre soziale und ökologische Bilanz so verheerend ist – und wie ändern wir das? Im Breitband-Talk diskutiert Philip Banse mit drei Gästen. Der Fußabdruck unserer Gadgets weiterlesen

PIK-Meteorologe Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe über Extremwetter und Klimawandel

Friedrich-Wilhelm Gerstengarbe, Meteorologe am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), über den aktuellen Bericht der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) „Status of Climate in 2013“

„Wesentlich an dem Report ist, dass er einen Überblick gibt über die Geschehnisse des Jahres 2013 im Hinblick auf die meteorologischen Ereignisse, insbesondere auch die Extremereignisse. Da gab es ja im Verlauf der letzten Monate einige – wir brauchen bloß an Haiyan zu denken auf den Philippinen und das Elbe-Hochwasser in unserer Region: Diese Häufung von Extremereignissen und das, was sonst passiert – ob das die Arktis ist, die Antarktis oder die einzelnen Regionen weltweit, ist natürlich ein deutliches Indiz dafür, dass Klimaänderungen bereits stattfinden. Es wird häufig gesagt, dass der Klimawandel erst anfängt – aber wir sind mittendrin. Was auch wichtig ist: Dass man an einem einzelnen Extremereignis natürlich nicht den Klimawandel festmachen kann – aber an der Summe dessen, was wir erleben.“

Über den Zusammenhang zwischen Extremwetter-Ereignissen und Klimawandel:

„Wenn wir uns das zum Beispiel an den tropischen Wirbelstürmen klarmachen wollen, dann sieht man, dass die zwar nicht häufiger geworden sind, aber dass die Intensität der Stürme deutlich zugenommen hat. Für die Region des Pazifiks, für die Philippinen, kann man das sehr schön nachweisen, dass die Intensität der Taifune dort in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. Die Ursache dafür ist einfach, dass sich die Meeres- beziehungsweise Wassertemperatur deutlich erhöht hat, während sich die Stratosphäre abgekühlt hat – so dass sich der Temperatur-Gegensatz verstärkt hat in der Höhe und dadurch ein noch intensiverer Austausch von Energie stattfinden kann. Das führt dann einfach dazu, dass solche Taifune an Intensität, an Stärke zunehmen.“

Text: CC-BY Anja Krieger/Climate News Mosaic (CNM)

Mikroplastik in jeder Muschel

juister strand

Toncollage: Stimmen aus dem Feature

Auf der niedersächsischen Nordseeinsel Juist setzen sich Einwohner, Politiker und Umweltschützer gegen verschmutzte Strände ein. Vor allem Plastik wird zunehmend angetrieben. Jedes Jahr kurz vor Beginn der Saison wird der Strand aufgeräumt. Und dabei fallen den Insulanern so einige Geschichten ein – wie die von den weißen Turnschuhen, die einst die Insel überschwemmten. Beitrag nachlesen

Deutschlandradio Kultur | Länderreport | 14.05.2013 / 13.11.2013 (Wdhlg.) | 17 Min (Audio nicht mehr online)

Böden, die das Klima schützen?


Wenn Bauern Pflanzenkohle auf ihren Feldern ausbrächten, könnten sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Böden verbessern und das Klima schützen. So die Theorie. Doch in Forschung und Pilotprojekten wird gerade erst erprobt, ob sich das sinnvoll umsetzen lässt. Eine Konferenz in Potsdam beleuchtet das Potenzial.

Für Forschung aktuell im Deutschlandfunk.

Ich saß im Baum und wollte fliegen

Vogelmaler Lars Jonsson mit Teleskop.„Meine Strichmännchen mit vier Jahren sahen mehr aus wie Vögel als Menschen, und das ist seitdem nicht besser geworden.“ So erinnert sich Lars Jonsson an den Beginn seiner Leidenschaft für die Vogelmalerei. Heute kommt kein Ornithologe Europas an dem schwedischen Künstler vorbei, der mit fünfzehn Jahren seine erste Ausstellung im Museum für Naturgeschichte in Stockholm hatte Ich saß im Baum und wollte fliegen weiterlesen

Callum Roberts über uns und das Meer

In „Der Mensch und das Meer“ erzählt der Meeresbiologe Callum Roberts von den großen Umwälzungen, die wir Menschen dem Meer gebracht haben. Von den persönlichen Beobachtungen, die der Wissenschaftler in Korallenriffen in aller Welt macht, über den historischen Abriss von viereinhalb Milliarden Jahren Erdgeschichte Callum Roberts über uns und das Meer weiterlesen

Plastik am Nordseestrand

Die Bewohner der Nordseeinsel Juist räumen seit Jahren das Plastik vom Strand. Zusammen mit Umweltschützern will der Bürgermeister die Inselumwelt vom Müllgut befreien. Nur was kann eine kleine Insel gegen das Treibgut aus dem Meer unternehmen? Vor allem, wenn er immer kleiner und kleiner und kleiner wird…

Dienstag, 14. Mai, 13:07 im Länderreport auf Deutschlandradio Kultur
Manuskript (Wiederholung)

Strategien gegen den Müll im Meer

Bei einer Fachtagung in Berlin diskutieren Wissenschaftler über das Plastikproblem der Meere und mögliche Lösungsansätze. Junge Forscher haben bereits einige visionäre Ideen entwickelt. Boyan Slat zum Beispiel träumt von fest am Meeresboden verankerten Plattformen, die das vorbeiströmende Wasser des pazifischen Müllstrudels von Plastik befreien. Ein weiteres Konzept: Drohnen mit Netzen, die das Plastik aus dem Wasser fischen. Manche hoffen auch auf Bio-Plastik. Doch die beste Lösung ist wohl banaler: Müll vermeiden und recyclen.

Gespräch bei DRadio wissen Natur

Schadstoff Kunststoff?

Abfall aus Kunststoff richtet in den Weltmeeren große Schäden an. Auf der ersten europäischen Konferenz zur Eindämmung und Vermeidung von Meeresmüll in Berlin diskutieren Experten aus Forschung, Politik, Umweltschutz und Industrie, was zu tun ist Schadstoff Kunststoff? weiterlesen

Kippen, Deckel, Plastiktüten

Zwei Filmtipps und eine Ausstellung: Zu den Folgen unserer Wegwerfgesellschaft solltet ihr euch unbedingt die Arte-Doku „Plastik: Der Fluch der Meere“ ansehen.

Die Autoren haben weltweit Forscherinnen und Forscher besucht, die untersuchen, wie sich Kunststoff auf das Meer und seine Lebewesen auswirkt. Mit der Besatzung von 5 Gyres sind sie durch den südlichen Pazifik gesegelt, um Hinweise zu sammeln, dass sich auch hier Müll in Meeresströmungen weitab vom Land fängt.

Im südlichen Atlantik scheint es nicht besser auszusehen. Michael Lutman hat die 5 Gyres Crew von Brasilien nach Kapstadt begleitet und das in seinem Film „Plasticized“ verarbeitet – ebenfalls sehr sehenswert.

In Hamburg läuft gerade die Ausstellung „Endstation Meer?“ die zum Plastic Garbage Project gehört – zu sehen noch bis Ende März. Da wird gezeigt, was bei Sammelaktionen am Strand zusammen kommt. Was, schätzt ihr, ist der Top-Fund? Tatsächlich sind es Zigarettenfilter noch vor Plastikdeckeln, Flaschen und Tüten. Wer hätte das gedacht?

Zum Arte-Film gibt es noch ein Online-Spezial.

Das grüne Internet

rostige Windraeder

Toncollage: Stimmen aus dem Feature

Mehr und mehr Daten wandern in die Cloud, die Datenwolke. Das digitale Universum expandiert in rasender Geschwindigkeit und frisst immer mehr Ressourcen und Energie. Ist ein „grünes Internet“ vorstellbar, und wenn ja, wie könnte es aussehen? Beitrag nachlesen

Deutschlandradio Kultur | Forschung und Gesellschaft | 3.1.2013 | 19:30 | 29 Min (Audio nicht mehr online verfügbar)