Die niederländische “Fahrradbotschaft”

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Die Niederlande sind weltweit das einzige Land, in dem es mehr Fahrräder als Einwohner gibt. Die “Dutch Cycling Embassy”, ein Zusammenschluss öffentlicher und privater Einrichtungen aus dem Fahrrad- und Verkehrssektor, möchte die Radkultur international exportieren.

Deutschlandradio Kultur | Zeitfragen Politik und Soziales | 23.03.2015 19:20

Datenspuren – Operation Olympic Games (Übersetzung)

Deutschlandradio Kultur | Klangkunst
Sendung am 13.03.2015 um 00:05 Uhr

Der Künstler James Hoff infiziert sein Klangmaterial mit Schadsoftware und nutzt Programme wie Stuxnet, Flame oder Skywiper als Kompositionswerkzeuge. Er entwirft ein spekulatives Szenario. Wie klingt es, wenn sich ein Virus verselbstständigt? Funktionieren manche Ideen nicht wie Viren? In der Sendung erläutert der Medienwissenschaftler Danny Snelson die Faszination für den eingeschleusten Code und James Hoffs Musik.

Übersetzung aus dem Englischen: Anja Krieger

Globale Mobilität und die Klimafrage

Das Spiel, das wir hier spielen, wäre nicht möglich, wenn das nicht so absurd günstig wäre“, sagt Hardy. Vergnügt sitzt der Anfang 40-Jährige an diesem Abend mit fünf anderen Meilensammlern beim Vielflieger-Stammtisch in einem Restaurant in Berlin-Mitte. Der Geschäftsmann mit den kurzen grauen Haaren ist viel unterwegs – ein wuseliger Typ, der gern, schnell und viel redet… …weiter lesen in der Taz | Reise | 1.3.2015

Mit Sonnenantrieb um die Welt

Der Solarflieger “Solar Impulse” startet seine große Reise

Um die Welt fliegen, ganz ohne einen Tropfen Kerosin: Das ist der Plan der beiden Schweizer Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg. Sie haben das erste Flugzeug entwickelt, das allein von Solarenergie angetrieben über weite Strecken fliegen kann – sogar in der Nacht, wenn die Sonne gar nicht scheint. Der Prototyp der Solar Impulse hat in den letzten Jahren schon diverse Rekorde gebrochen, jetzt wollen die Piloten mit dem Nachfolgemodell, der Solar Impulse 2, zur ersten Weltumrundung starten. Innerhalb von 5 Monaten planen sie in mehreren Etappen einmal um den Globus zu fliegen. Das wäre eine echte Pionierleistung ins Sachen erneuerbare Energien. Die Reise dürfte allerdings nicht nur ein technisches, sondern auch ein menschliches Abenteuer werden…

Deutschlandfunk | Forschung aktuell | 27.02.2015 | 16:42

Wiederholt in gekürzter Fassung: Deutschlandradio Kultur | Studio 9 | 09.03.2015 | 13:12 (5 Min)

Sterile Fische aus der Maschine

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Es gibt in Japan heute Bestrebungen, der Überfischung vorzubeugen, indem man versucht, Makrelen dazu zu bringen, direkt Thunfisch abzulaichen. (Jens Hauser)

Technologie und Biologie, Maschine und Lebewesen, diese Begriffe lassen sich gar nicht mehr so einfach trennen. Das macht besonders das Künstlerpaar Revital Cohen und Tuur Van Balen klar. Ihre Arbeit erkundet die Grenze zwischen natürlichem und künstlichem Leben. Ich habe mir ihr neues Werk Sterile, zu sehen in Berlin, angeschaut: Sterile Fische, die von einer Maschine produziert werden und selbst zu Maschinen werden könnten.

Im Gespräch mit dem Künstler Tuur van Balen (ab Minute 36):
(Breitband 31.01.2015 im Deutschlandradio Kultur)

Im Gespräch mit dem Kurator Jens Hauser (ab Minute 14)
(Zeitfragen 29.01.2015 im Deutschlandradio Kultur)

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Translation: Report on Deep Sea Microplastics

Radio presenter Ralf Krauter: Ten days ago, we reported on a study that estimated there are 270,000 tons of plastic waste floating in the world’s oceans. That sounds like a lot, but the annual production of plastic is a thousand times higher. Which brings up the question: Has the inventory of plastic in the oceans just scratched the surface? And if yes, where is the rest of it? Now scientists have found success in their search on the bottom of the deep sea. Anja Krieger spoke to them. Translation: Report on Deep Sea Microplastics weiterlesen

Spurensuche in der Tiefsee

Auf dem Boden der Tiefsee sammelt sich der Plastikmüll – darauf haben Meeresforscher viele Hinweise. Es finden sich dort deutlich mehr Plastikpartikel als an der Wasseroberfläche. Je höher die Konzentration, desto wahrscheinlicher schädigt das Plastik marines Leben. Und es gibt noch einen weiteren Ort im Meer, wo der Müll landet.

Deutschlandfunk | Forschung aktuell | 22.12.2014

Translation: “The Dream of Green Aviation” (Excerpt)

(Except starts at minute 13:02)

When kerosene is combusted, the carbon that has been contained for millions of years underground in crude oil is released into the atmosphere. This drives climate change.

Plants, on the other hand, absorb carbon dioxide from the air and thus provide relief for the atmosphere. When plants are turned into biofuels and burned, a climate-neutral cycle can be established.

Researchers at Bauhaus Luftfahrt [an aviation industry think-tank in Munich, Germany] plan to do just that – but without actually cultivating any plants. Translation: “The Dream of Green Aviation” (Excerpt) weiterlesen

Abgehoben – der Traum vom Fliegen

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Teil 1: Die Flugmeile und ihr Preis

In jedem Moment sitzen so viele Menschen in der Luft, wie eine Großstadt Bewohner hat. Das ist allerdings noch ein Klacks, denn bisher fliegt nur eine kleine Minderheit der Weltbevölkerung überhaupt – unter 10 Prozent. In den nächsten Jahren dürfte sich das ändern: in den Schwellenländern wachsen mit den Mittelschichten auch die Passagierzahlen. Der Flugverkehr ist ein globaler Wachstumsmarkt.

Für viele ist mittlerweile das klamme Gefühl dabei, dass Fliegen schlecht fürs Klima ist. Etwa 2 bis 3 Prozent der Kohlendioxidemissionen gehen auf das Konto der Luftfahrt – wenig im Vergleich zum gesamten Verkehrssektor. Obendrauf kommen aber noch weitere Klimawirkungen Abgehoben – der Traum vom Fliegen weiterlesen

Energy Transition Struggles

Italian journalists Silvia Giannelli, Elena Roda, and I did a joint project on the energy transition in our countries. The research was co-funded by the Council of Europe’s Mediane program, allowing us to conduct interviews in both Italy and Germany.

Here you can read about the outcome of our research:

RTCC: The energy bridge – How EU countries justify fossil fuels
IPS News: The Time for Burning Coal Has Passed
IPS News: There’s CO2 Under Those Hills

Die Tränen der Meerjungfrau

In den 1970er Jahren findet der Umweltforscher Hans van Weenen, damals noch Student, kleine Plastikkügelchen am Strand seines Heimatorts Castricum in Holland. Er beginnt das Problem zu verfolgen, die Lokalzeitung berichtet. Doch es vergehen Jahrzehnte, bis die Müllwirbel auch international in die Presse kommen und ein junger Erfinder in Delft an einer Konstruktion zu werkeln beginnt, die die Ozeane reinigen soll. So schön das klingt, so sicher ist Hans van Weenen: Maschinen zur Reinigung der Ozeane sind keine nachhaltige Lösung.

Im Feature bei Deutschlandradio Kultur spricht Wissenschaftlerin Heather Leslie über die Toxizität von Mikro- und Nanoplastik. Monica Verbeek von der Organisation Seas at Risk fordert von der Politik höhere Zielvorgaben, um den Meeresmüll zu minimieren. Und eine neue Studie zeigt: Anscheinend schwimmt gar nicht so viel Plastik im Meer – zumindest nicht auf der Oberfläche. Das “fehlende Plastik” befindet sich möglicherweise in einem biologischen Zwischenlager: Den Mägen der Meerestiere.


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Boyan Slat, Müllmann der Meere?

“Why move through the oceans, if the oceans can move through you? I believe the Great Pacific Garbage Patch can completely clean itself – in just 5 years.”

Boyan Slat ist 18 Jahre alt, als er im Oktober 2012 auf die Bühne tritt. Schlaksig steht er in der Aula der Technischen Universität Delft, ein bisschen nervös und die langen braunen Haare tief im Gesicht. In fließendem Englisch präsentiert der junge Niederländer auf der TEDxDelft-Konferenz seine Idee: Eine Plattform, die den pazifischen Ozean vom Plastikmüll befreien soll. Und das beste, triumphiert der Erfinder: Das „Ocean Cleanup“-Projekt sei sogar profitabel! Boyan Slat, Müllmann der Meere? weiterlesen

“Die Probleme der Meere kommen zu uns zurück”

Vor einem Kollaps in vielen Teilen der Weltmeere warnt Callum Roberts. Der Meeresbiologe fordert, weniger und sanfter zu fischen, die Verschmutzung einzudämmen und mehr Schutzgebiete einzurichten.

Dieter Kassel: In den Tiefen der Meere tun sich Dinge, die hat noch nie ein Mensch gesehen, die haben auch Fachleute nicht gesehen, Fachleute wie zum Beispiel Callum Roberts. Er ist Meeresbiologe, Professor für Meeresschutz an der Universität York in England, und er war Berater für preisgekrönte BBC-Fernsehserien und Dokumentarfilme. Er selber beschäftigt sich auch mit der Frage, wie wir Menschen eigentlich mit dem Meer umgehen, das wir ja nicht zuletzt auch als unsere größte Müllkippe benutzen. Und diese Frage hat Anja Krieger deshalb zuerst an ihn gestellt, wie er selber eigentlich das Verhältnis der Menschen zum Meer beschreiben würde…

Deutschlandradio Kultur Studio 9, 31.07.2014 6:05