Ein Preis, ein Preis :)

Anja Krieger - Wissenschaftspreis UMSICHT 2015Juhu, mein Feature über Strategien gegen Plastik im Meer, „Die Entmüllung der Meere„, ist mit dem UMSICHT-Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden!

Ganz großer Dank geht an Christiane Knoll, die das Feature als Redakteurin für Wissenschaft im Brennpunkt betreut hat, und an Axel Scheibchen für die Regie.

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Nach Sci-Fi kommt Cli-Fi

Der Klimawandel eignet sich herrlich für düstere Stories, ob in Büchern, Filmen oder Games. Doch noch ist die Climate Fiction oder auch „Cli-Fi“ eine ziemliche Nische. Und was kann das neue Genre – wenn es denn eines wird – wirklich leisten? Vermittelt es Wissen über das Problem oder liefert es nur das Szenario für die zeitgemäß schöne Katastrophe?

Beitrag für Deutschlandradio Kultur | Kompressor | 20.4.2015 | 14:37

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Die Fahrradbotschaft

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In welchem Land gibt es mehr Fahrräder als Einwohner? Richtig geraten: In den Niederlanden wird geradelt, was das Zeug hält. Dazu gibt es großzügige Radwege und Fahrradgaragen, die tausende von Rädern fassen. Die „Dutch Cycling Embassy“ möchte die holländische Radkultur jetzt zum internationalen Exportgut machen. Auf der VELO in Berlin habe ich eine ihrer „Botschafterinnen“ getroffen.

Deutschlandradio Kultur | Politik und Soziales | 23.03.2015 19:20

Sterile Fische aus der Maschine

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Das Künstlerpaar Revital Cohen und Tuur Van Balen erkundet die Grenze zwischen natürlichem und künstlichem Leben. Ich habe mir ihr neues Werk Sterile, zu sehen in Berlin, angeschaut: Sterile Fische, die von einer Maschine produziert werden und selbst zu Maschinen werden.

Es gibt in Japan heute Bestrebungen, der Überfischung vorzubeugen, indem man versucht, Makrelen dazu zu bringen, direkt Thunfisch abzulaichen. (Jens Hauser)

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Spurensuche in der Tiefsee

Teile unseres Plastikmülls sammeln sich am Boden der Meere – das haben Forscher schon länger befürchtet. Nun sind sie in Proben aus dem Sediment der Tiefsee tatsächlich fündig geworden. Ich spreche darüber mit Richard Thompson, Mitautor der Studie.

Deutschlandfunk | Forschung aktuell | 22.12.2014

Der Traum vom grünen Fliegen

abheben

Immer mehr von uns fliegen immer öfter und weiter um den Globus. Dabei pusten Flugzeuge Kohlendioxid, Stickoxide und Wasserdampf in die Atmosphäre und tragen so zum Klimawandel bei. In zunehmendem Maße, denn die Branche wächst rasant. Was können wir dagegen tun? Freiwillig dafür zahlen, damit irgendwo in Afrika Emissionen verhindert werden? Auf den technologischen Wandel hoffen? Oder muss doch die Politik ran?

„Abgehoben“: Ein dreiteiliges Feature über den Traum vom Fliegen mit Gerhard Richter im Deutschlandradio Kultur

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Der Müllmann der Meere?

Boyan Slat ist 18 Jahre alt, als er im Oktober 2012 auf die Bühne tritt. Schlaksig steht er in der Aula der Technischen Universität Delft, ein bisschen nervös und die langen braunen Haare tief im Gesicht. In fließendem Englisch präsentiert der junge Niederländer auf der TEDxDelft-Konferenz seine Idee: Eine Plattform, die den pazifischen Ozean vom Plastikmüll befreien soll.

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Neues Leben für alte Sorten

Die Initiative Social Seeds will neue Vielfalt in die Beete der Berliner Gemeinschaftsgärten bringen – vor allem mit den Pflanzensorten, bei denen sich die wirtschaftliche Nutzung in großem Maßstab heute nicht mehr lohnt. Ich habe die Social Seeds für die Zeitfragen im Deutschlandradio Kultur bei einem ihrer Treffen im Gleisdreieckpark besucht.

Ökonomie des Teilens

Die Gleichung ist einfach: Immer mehr Arbeit für immer mehr Waren ergibt immer mehr Geld und immer mehr Wohlstand. Doch mittlerweile haben sich zahlreiche Gruppen gebildet, die eine andere Ökonomie leben oder erleichtern wollen – beispielsweise durch Tausch und Leihen statt mehrfachem Besitz. Über das Internet können wir nicht nur Bits und Bytes, Musik und Fotos, Videos und Gedanken teilen, sondern auch ganz reale Dinge: Autos, Bücher, Zimmer, die Bohrmaschine und vieles mehr. Aber kann das die Gesellschaft wirklich verändern?

Deutschlandradio Kultur | Forschung und Gesellschaft

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Öko, fair, innovativ? Der Fußabdruck unserer Gadgets

Mit unserem digitalen Appetit ensteht eine riesige Menge Elektroschrott. Wieso landen unsere Geräte so schnell auf dem Müll und in der Schublade, wenn ihre soziale und ökologische Bilanz so verheerend ist? Wie können wir das ändern? In diesem Breitband-Talk, den ich redaktionell betreut habe, diskutieren wir, ob und wie technischer Fortschritt und Nachhaltigkeit unter einen Hut passen.

Foto oben: Ghanesen arbeiten in Agbogbloshie, einer Vorstadt von Accra, Ghana. Foto: Marlenenapoli, Wikimedia Commons, CC0

Böden, die das Klima schützen?


Wenn Bauern Pflanzenkohle auf ihren Feldern ausbrächten, könnten sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Die Böden verbessern und das Klima schützen. So die Theorie. Doch in Forschung und Pilotprojekten wird gerade erst erprobt, ob sich das sinnvoll umsetzen lässt. Eine Konferenz in Potsdam beleuchtet das Potenzial.

Für Forschung aktuell im Deutschlandfunk.

Die Waldohreulen haben Hunger

Junge Waldohreule von T.o.m. auf WP Commons, GNU-Lizenz
Nach der aufregenden Geschichte mit der Wildbiene, der der Buntspecht ein spektakuläres Ende bereitete, hat der urbane Dschungel Neues auf Lager.

Auf einer Tanne haben sich nämlich die Waldohreulen niedergelassen, und wenn es dunkel wird, hört man sie. Der piepsige lange Ton kommt von den Jungen, die vermutlich Essen bestellen. Das bellende Geräusch aus der Ferne gehört der alten Waldohreule.

Am Himmel die Umrisse ihrer großen Schwingen, unten kreuzte der Stadtfuchs. Mich wundert von jetzt ab gar nichts mehr.

Die Entmüllung der Meere

Die Produktion steigt, Jahr für Jahr gelangt mehr Plastikmüll in Flüsse, Seen und Ozeane. Vom biologischen Abbau über Plattformen zur Reinigung der Meere bis zu Müllfischen und Recycling gibt es viele Ideen, was man dagegen tun kann. Doch welche Strategien sind wirklich effektiv und durchführbar? Die Entmüllung der Meere weiterlesen

Auf’m Kudder

Um vier aus dem Bett, um fünf aus dem Hafen. 14 Stunden auf See. Rausfahren, rumliegen, quatschen, sich ausfragen. Nach Sonnenaufgang die schwere Winde anschmeißen und das Netz ins Meer lassen.

Fünf Stunden warten, schlafen, quatschen, den Funk hören. Schiffe gucken durchs Fernglas. Muffins von der Schwiegermutter. Müßiggang, bis das Netz voll ist.

Die Winde andersrum drehen, das Netz an Bord hieven, Fischausnehmen im Akkord – Kabeljau und Plattfische, Hunderte von Kilo, zack, zack, zack.

Eine Tonne Fisch, den Rest kriegen die Möwen. Knochenarbeit.

Der zweite Hol: Netz hoch, Fische raus, Wasser rein, ein Keschervoll ausnehmen, in die Körbe pfeffern, mit dem Schlauch abspülen, nächster Kescher. Alles in die Plastikkisten, fertig fürs Lager.

Der Kutter macht kehrt, es wird dunkel. Um sieben im Hafen, nur noch ausladen, dann ist der Tag vorbei.

Landkrank schwankend nach Hause. Um vier aus dem Bett, um fünf aus dem Hafen. Ich schlafe durch.

Beneath the surface

This winter, MIT physicist Allan Adams and underwater photographer Keith Ellenbogen teamed up to turn a coral reef into their classroom. It was an experience Sasha Chapman, one of their students, will never forget. Sasha is a magazine writer from Toronto, and one of my Co-Fellows in the Knight Science Journalism Program. Here is what she told me about her incredible experience with the class.

Image: Sasha Chapman in Belize, 2016, by Keith Ellenbogen

A „Small Miracle“: German Media on the Paris Agreement

Climate News Mosaic – Live-Blog

Paris has produced a „decisive signal for converting the economy from coal, oil and gas to clean energy, not only in the rich countries,“ comments Zeit Online. To Taz – die tageszeitung the agreement is „revolutionary“, and „a small miracle“.

However, „the discrepancy between the goals agreed on in Paris and the countries’ actual climate policies is huge,“ a representative of BUND / Friends of the Earth Germany was quoted by Zeit Online. Current pledges are projected not to be able to limit global warming to under 2 degrees.

The „Climate Vulnerable Forum“, a group of small island states, African countries, and vulnerable developing countries, had successfully pressed to include a more ambitious goal to limit global warming to 1.5 degrees, explains Tagesspiegel.

To Hans Joachim Schellnhuber, director of the Potsdam Institute for Climate Impact Research, the goal is in accordance with science. But if Germany supports the 1.5 degree target, the country will need to revise and adjust its climate protection plans immediately (see Zeit Online).

Economist Nicholas Stern compares Germany to India: On the one hand, there is a massive development of renewable energies, on the other hand carbon dioxide emissions rise because of coal (see Tagesspiegel).

To work towards the Paris goals, „nearly all individual governments need to enhance their 2025 or 2030 contributions“, researchers with the Climate Action Tracker conclude.

In traditional German media, the Paris Agreement remained a marginal issue: Saturday evening, national public television ARD broadcast only a short three-and-a-half-minute news report on the summit, followed by three hours of quiz show, according to a media critique published in taz. In many Sunday newspapers, other topics such as football and christmas seemed to rank higher than the climate summit.

Online, the discussion was much more alive and kicking, with follow-up stories such as „Could Trump stop the climate agreement if he became President?“ making headlines Sunday evening.

„MIT’s integrity is at stake“

Students in MIT's "Infinite Corridor" demand climate action. Credit: Hamed Alemohammad
Students in MIT’s „Infinite Corridor“ demand climate action. Pic: H. Alemohammad

Climate News Mosaic – Live-Blog

Students of the Fossil Free MIT initiative at Massachusetts Institute of Technology have been participating in an around-the-clock sit-in outside the university president’s office in an attempt to urge the administration to take more ambitious climate action. The students demand the withdrawal of investments in fossil fuels, especially coal and tar sands, a carbon-neutral campus by 2040, and an ethical advisory council to address climate disinformation. I visited students and supporting faculty on the 50th day of their sit-in and talked to them about their motivation:

Datenspuren – Operation Olympic Games (Übersetzung)

Deutschlandradio Kultur | Klangkunst
Sendung am 13.03.2015 um 00:05 Uhr

Der Künstler James Hoff infiziert sein Klangmaterial mit Schadsoftware und nutzt Programme wie Stuxnet, Flame oder Skywiper als Kompositionswerkzeuge. Er entwirft ein spekulatives Szenario. Wie klingt es, wenn sich ein Virus verselbstständigt? Funktionieren manche Ideen nicht wie Viren? In der Sendung erläutert der Medienwissenschaftler Danny Snelson die Faszination für den eingeschleusten Code und James Hoffs Musik.

Übersetzung aus dem Englischen: Anja Krieger

Über den Wolken

Das Spiel, das wir hier spielen, wäre nicht möglich, wenn das nicht so absurd günstig wäre“, sagt Hardy. Vergnügt sitzt der Anfang 40-Jährige an diesem Abend mit fünf anderen Meilensammlern beim Vielflieger-Stammtisch in einem Restaurant in Berlin-Mitte. Der Geschäftsmann mit den kurzen grauen Haaren ist viel unterwegs – ein wuseliger Typ, der gern, schnell und viel redet… …weiter lesen in der Taz | Reise | 1.3.2015

Mit Sonnenantrieb um die Welt

Um die Welt fliegen, ganz ohne einen Tropfen Kerosin: Das ist der Plan der beiden Schweizer Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg. Sie haben das erste Flugzeug entwickelt, das allein von Solarenergie angetrieben über weite Strecken fliegen kann – sogar in der Nacht. Innerhalb von 5 Monaten planen die Piloten in mehreren Etappen einmal um den Globus zu fliegen. Das wäre eine echte Pionierleistung in Sachen erneuerbare Energien – und nicht nur ein technisches, sondern auch ein menschliches Abenteuer…

Deutschlandfunk | Forschung aktuell | 27.02.2015 | 16:42 Deutschlandradio Kultur | Studio 9 | 09.03.2015 | 13:12 (Wdhlg. 5 Min.)